Voriconazol
Vfend®
Antimykotika
Azol
Indikation
Invasive Aspergillose (Mittel der Wahl!), Candida-Infekte (fluconazolresistent), Fusarium
Dosierung
i.v.: Tag 1: 6mg/kgKG 1-0-0-1 (loading); ab Tag 2: 4mg/kgKG 1-0-1
p.o.: Tag 1: 400mg 1-0-0-1, ab Tag 2: 200mg 1-0-1
Nebenwirkungen
Sehr häufig (11)
— ≥ 1/10
Abdominalschmerz, Atemnot, Ausschlag, Diarrhö, Erbrechen, Fieber, Kopfschmerz, Leberfunktionstest anomal, Periphere Ödeme, Sehverschlechterung, Übelkeit
Häufig (52)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Agitiertheit, Agranulozytose, Akutes respiratorisches Distress-Syndrom, Alopezie, Angst, Anämie, Asthenie, Ausschlag makulopapulös, Bradykardie, Brustkorbschmerz, Cheilitis, Depression, Dermatitis exfoliativa, Dyspepsie, Erhöhter Muskeltonus, Erythem, Gelbsucht, Gelbsucht cholestatisch, Gesichtsödem, Gingivitis, Halluzination, Hepatitis, Hypoglykämie, Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypotonie, Hämaturie, Konvulsion, Kreatinin im Blut erhöht, Leukopenie, Lungenödem, Netzhautblutung, Nierenversagen akut, Obstipation, Panzytopenie, Parästhesie, Phlebitis, Phototoxizität, Plattenepithelkarzinom, Pruritus, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Schüttelfrost, Sinusitis, Somnolenz, Supraventrikuläre Arrhythmie, Synkope, Tachykardie, Thrombozytopenie, Tremor, Verwirrtheitszustand
Gelegentlich (56)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Arthritis, Ataxie, Ausschlag makulös, Ausschlag papulös, Blepharitis, Blickkrampf, Blutharnstoff erhöht, Cholelithiasis, Cholesterin im Blut erhöht, Cholezystitis, Dermatitis allergisch, Doppeltsehen, Duodenitis, Ekzem, Elektrokardiogramm QT verlängert, Enzephalopathie, Eosinophilie, Erkrankung des Nervus opticus, Extrapyramidale Störung, Gastroenteritis, Geschmacksstörung, Geschwollene Zunge, Glossitis, Grippeähnliche Erkrankung, Hepatomegalie, Hirnödem, Hypakusis, Hypothyreose, Hypästhesie, Kammerflimmern, Knochenmarksversagen, Leberversagen, Lymphadenopathie, Lymphangitis, Nebenniereninsuffizienz, Nephritis, Nierentubulusnekrose, Pankreatitis, Papillenödem, Periostitis, Periphere Neuropathie, Peritonitis, Proteinurie, Pseudomembranöse Kolitis, Purpura, Reaktion an der Infusionsstelle, Skleritis, Stevens-Johnson-Syndrom, Supraventrikuläre Tachykardie, Thrombophlebitis, Tinnitus, Urtikaria, Ventrikuläre Extrasystolen, Ventrikuläre Tachykardie, Vertigo, Überempfindlichkeit
Selten (20)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaktoide Reaktion, Angioödem, Atrioventrikulärer Block komplett, DRESS-Syndrom, Disseminierte intravaskuläre Gerinnung, Erythema multiforme, Guillain-Barré-Syndrom, Hepatische Enzephalopathie, Hyperthyreose, Keratosis actinica, Knotenrhythmus, Kornealopazität, Medikamentenausschlag, Nystagmus, Optikusatrophie, Pseudoporphyrie, Psoriasis, Schenkelblock, Torsade de pointes, Toxische epidermale Nekrolyse
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Ephelides, Lentigo, Lupus erythematodes integumentalis
Kontraindikationen
Gleichzeitig Rifampicin/Carbamazepin (starke CYP-Induktoren), schwere Leberinsuffizienz, QT-Verlängerung
Wechselwirkungen
Starker CYP-Hemmer! Rifampicin (kontraindiziert!); Tacrolimus, Ciclosporin (Spiegel↑↑); Warfarin (INR↑↑); Statine; Opioide (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Triazol (2. Generation); hemmt pilzliche CYP51 (stärker als Fluconazol) → Ergosterol-Synthese↓; fungizid gegen Aspergillus
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl <50 ml/min: i.v.-Form meiden (Akkumulation des Lösungsvermittlers Cyclodextrin) → orale Form bevorzugen. Bei leichter/mäßiger Leberinsuffizienz Erhaltungsdosis halbieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine hinreichenden Humandaten; im Tierversuch reproduktionstoxisch (teratogen bei Ratten, embryotoxisch bei Kaninchen), potenzielles Risiko für den Menschen unbekannt. Darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, der Nutzen für die Mutter überwiegt eindeutig das potenzielle Risiko für den Fötus; Frauen im gebärfähigen Alter müssen während der Behandlung wirksam verhüten. Stillzeit: Übergang in die Muttermilch nicht untersucht — bei Behandlungsbeginn muss abgestillt werden.
Halbwertszeit
ca. 6 h (dosisabhängig, 200 mg oral)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.