Vitamin K (Phytomenadion)
Konakion®
Antikoagulation
Antidot
Indikation
Vitamin-K-Mangelblutungen; Aufhebung/Antagonisierung von Vitamin-K-Antagonisten (Phenprocoumon, Warfarin); Vitamin-K-Mangel (Malabsorption, Verschlussikterus); Morbus haemorrhagicus neonatorum
Dosierung
INR-abhängig: bei erhöhtem INR ohne Blutung 1–2mg p.o.; rasche Aufhebung 2–5mg p.o. oder 0,5–1mg i.v.; schwere Blutung 5–10mg langsam i.v. (max. 5mg/min) PLUS PPSB/Frischplasma
Nebenwirkungen
Sehr selten (13)
— < 1/10.000
Allergische Reaktionen, Anaphylaktische Reaktionen (bis zum Schock), Druckempfindlichkeit, Erythem an der Injektionsstelle, Lokale Schmerzen an der Injektionsstelle, Lokalisierte und generalisierte Erytheme, Phlebitis, Pigmentierungen im Injektionsbereich, Purpura, Sklerodermiforme Infiltrationen, Urtikaria, Venenirritationen, Überempfindlichkeitsreaktionen
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (inkl. Soja/Lecithin bei Mischmizellenlösung); Vorsicht bei i.v.-Gabe
Wechselwirkungen
Antagonisiert VKA (Phenprocoumon/Warfarin) → verzögerter Wiederbeginn der Antikoagulation; wirkt NICHT gegen DOAK/Heparin
Wirkungsmechanismus
Vitamin K1; Kofaktor der γ-Carboxylierung der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X (und Protein C/S) → stellt Synthese funktionsfähiger Faktoren wieder her; Wirkeintritt erst nach Stunden
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
Langjährige Erfahrung ohne Reproduktionstoxizität — anwendbar. Vitamin K1 passiert die Plazenta nur gering, daher mütterliche Gabe zur Prophylaxe des Morbus haemorrhagicus neonatorum nicht empfohlen. Stillzeit: nur geringer Übergang, in therapeutischen Dosen unbedenklich.
Halbwertszeit
i.v.: ca. 14 h (terminal)
oral: ca. 10 h (terminal)
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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.