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Verapamil

Isoptin retardIsoptin RR retardIsoptin®Verapabene®
Kardiologie – Betablocker & Calciumantagonisten
Calciumantagonist
Indikation
KHK/Angina pectoris (inkl. vasospastisch); supraventrikuläre Tachykardien; Vorhofflimmern/-flattern mit schneller Überleitung (Frequenzkontrolle) – NICHT bei WPW; essenzielle Hypertonie
Dosierung
240–360mg/d p.o. in 3 Dosen (retard 1–2×/d); max. 480mg/d. Akut SVT: 2,5–5mg langsam i.v. unter Monitoring
Nebenwirkungen
Häufig (8) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Bradykardie, Hitzewallungen, Hypotonie, Kopfschmerzen, Nausea, Obstipation, Periphere Ödeme, Schwindelgefühl
Gelegentlich (6) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Bauchschmerzen, Erythromelalgie, Müdigkeit, Nervosität, Palpitationen, Tachykardie
Selten (6) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Erbrechen, Hyperhidrose, Parästhesie, Somnolenz, Tinnitus, Tremor
Sehr selten (2) — < 1/10.000
Photodermatitis, Vorhofflimmern
Nicht bekannt (34) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
AV-Block I.–III. Grades, Alopezie, Angioödem, Arthralgie, Asystolie, Bauchbeschwerden, Bronchospasmus, Dyspnoe, Erektile Dysfunktion, Erhöhung der Leberenzyme, Erhöhung der Prolaktin-Spiegel im Blut, Erythema multiforme, Extrapyramidales Syndrom, Galaktorrhoe, Gingivahyperplasie, Gynäkomastie, Herzversagen, Hyperkaliämie, Hypersensitivität, Ileus, Krämpfe, Makulopapulöses Exanthem, Muskelschwäche, Myalgie, Nierenversagen, Paralyse (Tetraparese), Pruritus, Purpura, Rash, Sinusarrest, Sinusbradykardie, Stevens-Johnson-Syndrom, Urtikaria, Vertigo
Kontraindikationen
Schwere Hypotonie/kardiogener Schock, AV-Block II/III, Sick-Sinus, Herzinsuffizienz (HFrEF), VHF bei WPW, akuter MI mit Komplikationen, gleichzeitig i.v. Betablocker
Wechselwirkungen
β-Blocker (AV-Block/Bradykardie/Asystolie – v.a. i.v.!); Digoxin (Spiegel↑); Statine (Simvastatin-Spiegel↑ – Myopathie); CYP3A4-Substrate; starker CYP3A4-/P-gp-Hemmer
Wirkungsmechanismus
Nicht-Dihydropyridin-Calciumantagonist (Phenylalkylamin); blockiert L-Typ-Ca²⁺-Kanäle v.a. am Herzen → negativ chrono-/dromo-/inotrop + Vasodilatation
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Mit Vorsicht und engmaschiger Überwachung; keine festen Vorgaben
Schwangerschaft & Stillzeit
Im 1. und 2. Trimenon kontraindiziert, plazentagängig. Im 3. Trimenon nur bei zwingender Indikation — kann die Uterusmuskulatur relaxieren (beim Geburtstermin beachten). Stillzeit: nur sehr geringer Milchübergang (0,1–1 %) — Anwendung möglich nach strenger Abwägung.
Halbwertszeit
oral: 3–7 h i.v.: 2–5 h (terminal)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h oral retardiert: 4–5 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.