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Venlafaxin

Efectin EREfectin®Venlafab®
Psychiatrie – Antidepressiva
SNRI
Indikation
Depression (Major Depression) & Rezidivprophylaxe; generalisierte Angststörung; soziale Angststörung; Panikstörung ± Agoraphobie
Dosierung
Retard 75mg 1x/d (Start); Depression max 375mg/d, Angststörungen max 225mg/d; Panik: Start 37,5mg (7 Tage) → 75mg; Steigerung ≥2 Wochen; mit Mahlzeit
Nebenwirkungen
Sehr häufig (9) — ≥ 1/10
Hyperhidrose, Kopfschmerz, Mundtrockenheit, Nachtschweiß, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Sedierung, Verstopfung, Übelkeit
Häufig (37) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Agitiertheit, Akathisie, Akkommodationsstörungen, Anorgasmie, Asthenie, Ausschlag, Beeinträchtigung der Sehkraft, Depersonalisation, Diarrhoe, Dysgeusie, Dyspnoe, Erbrechen, Erhöhte Cholesterinwerte, Erhöhter Muskeltonus, Erschöpfung, Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme, Gähnen, Harnverhaltung, Harnverzögerung, Hitzewallung, Hypertonie, Libidoabnahme, Mydriasis, Nervosität, Palpitationen, Parästhesien, Pollakisurie, Pruritus, Schüttelfrost, Tachykardie, Tinnitus, Ungewöhnliche Trauminhalte, Verminderter Appetit, Verschwommenes Sehen, Verwirrungszustand, Zittern
Gelegentlich (26) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Alopezie, Angioödem, Apathie, Bruxismus, Derealisation, Dyskinesie, Ejakulationsstörungen, Ekchymose, Erektile Dysfunktion, Gastrointestinale Blutungen, Gestörte Koordination, Gleichgewichtsstörungen, Halluzinationen, Harninkontinenz, Hypomanie, Hypotonie, Leberfunktionstests abnormal, Lichtüberempfindlichkeitsreaktion, Manie, Menorrhagie, Metrorrhagie, Myoklonus, Orgasmusstörungen, Orthostatische Hypotonie, Synkope, Urtikaria
Selten (25) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Agranulozytose, Anaphylaktische Reaktion, Aplastische Anämie, Delirium, Dystonie, EKG QT Verlängerung, Engwinkelglaukom, Erythema multiforme, Hepatitis, Hyponatriämie, Inadäquate Ausschüttung des antidiuretischen Hormons, Interstitielle Lungenkrankheit, Kammerflimmern, Krampfanfälle, Malignes neuroleptisches Syndrom, Neutropenie, Pankreatitis, Panzytopenie, Pulmonale Eosinophilie, Rhabdomyolyse, Serotonin-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Torsade de pointes, Toxische epidermale Nekrolyse, Ventrikuläre Tachykardie
Sehr selten (5) — < 1/10.000
Prolaktinspiegel-Erhöhung, Schleimhautblutungen, Tardive Dyskinesie, Thrombozytopenie, Verlängerte Blutungsdauer
Nicht bekannt (6) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Aggression, Postpartale Blutung, Stress-Kardiomyopathie, Suizidale Gedanken, Suizidales Verhalten, Vertigo
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; irreversible MAO-Hemmer (14 Tage Abstand)
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer (Serotoninsyndrom); serotonerge Substanzen/Triptane (Serotoninsyndrom); Antikoagulantien/NSAR (Blutung↑)
Wirkungsmechanismus
SNRI – Serotonin- + Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmung (NA-Effekt dosisabhängig stärker) → antidepressiv, anxiolytisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 30–70: Vorsicht · GFR <30 / Dialyse: Dosis um 50% reduzieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine hinreichenden Daten — nur wenn Nutzen die Risiken überwiegt. Spätschwangerschaft: neonatale Anpassungs-/Entzugssymptome, PPHN nicht ausschließbar, postpartale Blutungen. Stillzeit: Milchübergang (berichtet: Reizbarkeit, Schlafstörung) — Nutzen-Risiko-Entscheidung.
Halbwertszeit
ca. 5 h aktiver Metabolit O-Desmethylvenlafaxin: ca. 11 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 2 h, ODV 3 h oral retardiert: 5,5 h, ODV 9 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.