Ursodeoxycholsäure
Ursofalk®UrsogrixURSONORM
Gastroenterologie & Leber
Gallensäure
Indikation
Auflösung von Cholesterin-Gallensteinen (nicht verkalkt, funktionsfähige Gallenblase); symptomatische Behandlung der primär biliären Cholangitis (PBC); hepatobiliäre Störung bei zystischer Fibrose (Kinder ab 6 J.).
Dosierung
Gallensteinauflösung: ca. 10 mg/kg/Tag (2-5 Kps.) abends. PBC: 12-15 mg/kg/Tag (in den ersten 3 Monaten über den Tag verteilt, dann 1× abends). Zystische Fibrose (Kinder ≥6 J.): 20 mg/kg/Tag, ggf. bis 30 mg/kg/Tag.
Nebenwirkungen
Häufig (2)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Breiförmiger Stuhl, Durchfall
Sehr selten (4)
— < 1/10.000
Dekompensation der Leberzirrhose, Schwere rechtsseitige Oberbauchbeschwerden bei der Behandlung der PBC, Urtikaria, Verkalkung von Gallensteinen
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Erbrechen, Pruritus, Übelkeit
Kontraindikationen
Akute Entzündung von Gallenblase/Gallenwegen, Verschluss der Gallenwege, häufige Gallenkoliken, röntgendichte/kalzifizierte Gallensteine, eingeschränkte Kontraktionsfähigkeit der Gallenblase, Überempfindlichkeit gegen Gallensäuren.
Wechselwirkungen
Colestyramin, Colestipol und aluminiumhaltige Antazida binden UDCA im Darm (Einnahmeabstand ≥2 h). Kann die Resorption von Ciclosporin (Spiegelkontrolle) und Ciprofloxacin beeinflussen. Östrogene und Clofibrat wirken der Steinauflösung entgegen.
Wirkungsmechanismus
Hydrophile Gallensäure; senkt die Cholesterinsättigung der Galle (Hemmung der intestinalen Cholesterinabsorption und biliären -sekretion), fördert Auflösung von Cholesterinsteinen und wirkt zytoprotektiv/immunmodulierend bei cholestatischen Lebererkrankungen.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Anpassung nach Nierenfunktion (biliäre Elimination).
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Schwangerschaft nur bei eindeutiger Notwendigkeit; im 1. Trimenon möglichst meiden. Zur Gallensteinauflösung sichere nicht-hormonelle Kontrazeption empfohlen. Stillzeit: UDCA-Konzentration in der Muttermilch sehr gering, Nebenwirkungen beim Säugling unwahrscheinlich.
Halbwertszeit
3,5–5,8 Tage (biologische Halbwertszeit)
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.