Urapidil
Ebrantil retardEbrantil®GalluperUragelanUratens
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Antihypertensivum
Indikation
Hypertensiver Notfall, perioperative Blutdruckkontrolle
Dosierung
i.v.-Bolus: 10–50mg langsam unter RR-Kontrolle (Wirkung nach 2–5 min), wiederholbar.
Perfusor-Erhaltung: ~9mg/h.
RR-Senkung nicht >25% in 1h!
Nebenwirkungen
Häufig (3)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit
Gelegentlich (14)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Atemnot, Bradykardie, Brechreiz, Diarrhö, Erbrechen, Herzklopfen, Hyperhidrose, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Orthostatische Dysregulation, Retrosternale Schmerzen (Angina pectoris-ähnlich), Schlafstörungen, Tachykardie, Unregelmäßige Herzfrequenz
Selten (8)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Angioödem, Exantheme, Flush, Priapismus, Pruritus, Urtikaria, Verstopfte Nase, Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten (4)
— < 1/10.000
Thrombozytopenie, Unruhe, Verstärkter Harndrang, Verstärkung einer Harninkontinenz
Kontraindikationen
Aortenisthmusstenose, arteriovenöser Shunt (außer hämodynamisch unwirksamer Dialyse-Shunt)
Wechselwirkungen
Andere Antihypertensiva (additive Blutdrucksenkung); Cimetidin (Spiegel↑); Alkohol
Wirkungsmechanismus
Peripherer α1-Blocker + zentraler 5-HT1A-Agonist → Vasodilatation, Blutdruck↓ ohne Reflextachykardie
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei Nieren- und/oder Leberfunktionsstörung ggf. Dosisreduktion
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine/begrenzte Daten, im Tierversuch reproduktionstoxisch — in der Schwangerschaft nicht empfohlen außer der Nutzen überwiegt; bei nicht verhütenden Frauen im gebärfähigen Alter nicht empfohlen. Stillzeit: kontraindiziert (Milchübergang unklar, Risiko für das Kind nicht auszuschließen).
Halbwertszeit
2,7 h (1,8–3,9 h) (terminal)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral retardiert: ca. 4–6 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.