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Trospiumchlorid

Inkontan®SpasmolytUrivesc
Urologie
Anticholinergikum
Indikation
Überaktive Blase (Detrusor-Instabilität/-Hyperreflexie) mit Pollakisurie, imperativem Harndrang und Dranginkontinenz; ab 12 Jahren
Dosierung
Empfohlen 45 mg/d (z.B. 3×½ Filmtbl. oder morgens 1 + abends ½ Tbl.); Bereich 30–90 mg/d; unzerkaut ≥1 h vor dem Essen, nüchtern, mit reichlich Flüssigkeit
Nebenwirkungen
Häufig (5) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Bauchschmerzen, Dyspepsie, Mundtrockenheit, Verstopfung, Übelkeit
Gelegentlich (9) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Ausschlag, Brustschmerzen, Diarrhoe, Dyspnoe, Flatulenz, Schwäche, Störung der Akkommodation, Störungen der Harnentleerung (Restharnbildung), Tachykardie
Selten (5) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaxie, Angioödem, Harnverhaltung, Milder bis mäßiger Anstieg der Transaminasen, Tachyarrhythmie
Sehr selten (2) — < 1/10.000
Kopfschmerzen, Schwindel
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch-epidermale Nekrolyse
Kontraindikationen
Harnverhaltung, unbehandeltes Engwinkelglaukom, Tachyarrhythmie, Myasthenia gravis, schwere CED (Colitis ulcerosa/M. Crohn), toxisches Megakolon, dialysepflichtige NI (CrCl <10); Überempfindlichkeit
Wechselwirkungen
Verstärkt anticholinerge Wirkung (Amantadin, trizyklische Antidepressiva, Chinidin, Antihistaminika, Disopyramid); verstärkt Tachykardie durch β-Sympathomimetika; schwächt Prokinetika (Metoclopramid); fettreiche Nahrung sowie Colestyramin/Colestipol/Guar ↓ Resorption
Wirkungsmechanismus
Quartäres Anticholinergikum (Parasympatholytikum); kompetitiver Muskarinrezeptor-Antagonist (hohe Affinität M1/M3 > M2) → Relaxation des Detrusors, Tonussenkung glatter Muskulatur
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl 10–50 ml/min: reduzieren auf 15 mg/d bzw. 15 mg jeden 2. Tag, bei schwerer NI mit Mahlzeit; CrCl <10 (dialysepflichtig): kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit nur unter strenger Indikationsstellung; keine Erfahrungen beim Menschen. Übergang in die Muttermilch beim Menschen unbekannt (im Tierversuch nachgewiesen) – Nutzen-Risiko-Abwägung zum Stillen.
Halbwertszeit
oral retardiert: ca. 38,5 h schnell freisetzend: ca. 20 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 5 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.