Tramadol
Lanalget retardTradolanTramabene®Tramal retardTramal®Tramastad
Analgesie – Schwache Opioide
Opioid
Indikation
Mäßige bis starke Schmerzen (WHO Stufe 2)
Dosierung
50–100mg p.o. alle 4–6h
retard: 100–200mg 1-0-0-1
max. 400mg/d
Nebenwirkungen
Häufig (10)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Benommenheit, Erbrechen, Hyperhidrosis, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Obstipation, Schwindel, Sedierung, Übelkeit
Gelegentlich (9)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Beeinflussung der Kreislaufregulation (Herzklopfen, Tachykardie), Brechreiz, Exanthem, Hautreaktionen (z. B. Juckreiz, Hautausschlag, Urtikaria), Hypertonie, Hypotonie, Orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Pruritus
Selten (32)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaxie, Angioödem, Appetitlosigkeit, Appetitveränderungen, Atemdepression, Bradykardie, Delirium, Dyspnoe, Halluzinationen, Hyperkinesie, Hypertonie, Hypoglykämie, Koordinationsstörung, Krampfanfälle, Krämpfe, Miosis, Mydriasis, Nervosität, Parästhesien, Schlafstörungen, Sehstörungen, Serotoninsyndrom, Sprachstörungen, Synkope, Tinnitus, Tremor, Verwirrtheit, Veränderungen der Aktivität (meist Dämpfung, gelegentlich Steigerung), allergische Reaktionen (z. B. Dyspnoe, Bronchospasmus, Giemen, angioneurotisches Ödem), schwere Angststörungen, unwillkürliche Muskelzuckungen, Ängstlichkeit
Kontraindikationen
Akute Intoxikation (Alkohol/Hypnotika/Analgetika/Opioide/Psychopharmaka), MAO-Hemmer (akt./≤14 Tage), unkontrollierte Epilepsie, Drogenentzug/-substitution
Wechselwirkungen
SSRIs, SNRIs, MAO-Hemmer (Serotoninsyndrom!); Carbamazepin (Spiegel↓); andere ZNS-Depressiva (Sedierung↑); CYP2D6-Hemmer (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Schwacher μ-Opioid-Agonist; hemmt Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin (SNRI-Komponente) → analgetisch (dualer Mechanismus)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei Patienten mit Nieren- und/oder Leberinsuffizienz ist die Elimination von Tramadol verzögert. Bei diesen Patienten ist eine Verlängerung der Dosisintervalle je nach Bedarf des Patienten sorgfältig zu erwägen.
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: soll nicht angewendet werden (keine ausreichenden Sicherheitsdaten; plazentagängig, in Tierstudien Effekte auf Organentwicklung/Neugeborenensterblichkeit bei hohen Dosen). Anhaltender Gebrauch → neonatales Entzugssyndrom. Stillzeit: nicht anwenden (nach Einzeldosis i.d.R. kein Abstillen nötig).
Halbwertszeit
ca. 6 h
aktiver Metabolit O-Desmethyltramadol: 7,9 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (retardiert): 4,8–4,9 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.