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Torasemid

Torasemid®
Diuretika
Schleifendiuretikum
Indikation
Herzinsuffizienz Ödeme essentielle Hypertonie (Alternative zu Furosemid mit längerer Wirkdauer)
Dosierung
Essentielle Hypertonie: Initial 2,5mg/d nach frühestens 2 Monaten Steigerung auf 5mg/d Behandlung von Ödemen: Initial 5mg/d Falls erforderlich schrittweise Steigerung auf bis max. 20mg/d möglich 5–20mg p.o./i.v. 1x/d; max. 200mg/d; bessere orale Bioverfügbarkeit als Furosemid
Nebenwirkungen
Häufig (21) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Appetitlosigkeit, Diarrhöe, Erbrechen, Erhöhte Konzentration von Glukose im Blut, Erhöhte Konzentration von Harnsäure im Blut, Erhöhung der Gamma-GT im Blut, Erhöhung der Triglyceride, Erhöhung des Cholesterins, Hypokaliämie, Hyponatriämie, Hypovolämie, Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Muskelkrämpfe, Müdigkeit, Schwindel, Schwächegefühl, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes, Verstopfung, Verstärkung einer metabolischen Alkalose, Übelkeit
Gelegentlich (6) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Erhöhung des Harnsäurespiegels im Blut, Erhöhung des Kreatininspiegels im Blut, Harnverhaltung, Missempfindungen in den Extremitäten (Parästhesien), Mundtrockenheit, Überdehnung der Blase
Sehr selten (20) — < 1/10.000
Akuter Herzinfarkt, Angina pectoris, Erythropenie, Exantheme, Gehörverlust, Herzrhythmusstörungen, Hypotonie, Kardiale und zerebrale Zirkulationsstörungen, Leukopenie, Pankreatitis, Photosensibilität, Pruritus, Sehstörungen, Stevens-Johnson-Syndrom, Synkopen, Thromboembolische Komplikationen aufgrund der Hämokonzentration, Thrombozytopenie, Tinnitus, Toxisch-epidermale Nekrolyse, Verwirrtheitszustände
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Verwirrtheit, Zerebrale Ischämie
Kontraindikationen
Anurie, Coma hepaticum, Sulfonamid-Allergie
Wechselwirkungen
Aminoglykoside (Ototoxizität), NSAR, ACE-Hemmer, Digoxin, Lithium
Wirkungsmechanismus
Schleifendiuretikum; hemmt NKCC2 → Diurese↑; längere HWZ als Furosemid; zusätzlich Aldosteron-antagonistisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig, im Tierversuch reproduktionstoxisch. Nur bei zwingender Indikation in niedrigster Dosis; für die Routinebehandlung von Hypertonie/Ödemen ungeeignet. Stillzeit: kann die Milchbildung verringern — kontraindiziert.
Halbwertszeit
3–4 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.