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Tizanidin

Sirdalud®Tizagelan
Muskelrelaxanzien
Muskelrelaxans
Indikation
Spastik bei MS Rückenmarksverletzung zerebrovaskulären Erkrankungen Muskelverspannungen
Dosierung
Spastizität aufgrund neurogener Störungen: Initial: 6mg/d verteilt auf drei Einzelgaben Steigerung in halbwöchentlichen Intervallen um 2 bis 4mg Zieldosis: 12mg/d max. 36mg/d schmerzhafte Muskelspasmen: 2-4mg vor dem Schlafengehen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (6) — ≥ 1/10
Ataxie, Magen-Darm-Beschwerden, Mundtrockenheit, Muskelschwäche, Schläfrigkeit, Schwindel
Häufig (10) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Blutdruckabfall, Bradykardie, Hypotonie, Insomnie, Müdigkeit, Rebound-Hypertonie, Schlafstörungen, Tachykardie, Transaminase-Anstieg, Übelkeit
Sehr selten (2) — < 1/10.000
Hepatitis, Leberversagen
Nicht bekannt (21) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abdominalschmerzen, Akkommodationsstörung, Anaphylaxie, Angioödem, Angststörungen, Appetitlosigkeit, Asthenie, Dermatitis, Dysarthrie, Erbrechen, Erythem, Halluzinationen, Hautausschlag, Kopfschmerzen, Pruritus, QT-Verlängerung, Synkope, Urtikaria, Verschwommenes Sehen, Verwirrtheit, Überempfindlichkeitsreaktionen
Kontraindikationen
Schwere Leberinsuffizienz, gleichzeitige CYP1A2-Inhibitoren (Fluvoxamin, Ciprofloxacin)
Wechselwirkungen
CYP1A2-Inhibitoren (Fluvoxamin, Ciprofloxacin): Spiegel↑↑ — kontraindiziert. Antihypertensiva: Hypotonie↑
Wirkungsmechanismus
Zentraler α2-Agonist → Hemmung der Freisetzung exzitatorischer Aminosäuren im Rückenmark → Muskeltonus↓; ähnlich Clonidin aber kürzer wirksam
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR <25: Startdosis 2mg/d, vorsichtige Steigerung möglich engmaschiges Monitoring GFR <10: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur sehr begrenzte Erfahrungen, im Tierversuch reproduktionstoxisch — darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer der klinische Zustand erfordert es; Frauen im gebärfähigen Alter müssen während und bis 1 Tag nach der Behandlung sicher verhüten. Stillzeit: im Tierversuch nur geringer Milchübergang — sollte von stillenden Frauen nicht eingenommen werden.
Halbwertszeit
2–4 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 1 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.