Tiotropium
Braltus®Spiriva®
Pneumologie – Bronchodilatatoren
LAMA
Indikation
COPD (Dauertherapie! – Erstlinientherapie), Reduktion von Exazerbationen
Dosierung
5mcg Respimat 1x/d (=2 Hub); immer zur gleichen Zeit
Nebenwirkungen
Häufig (1)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Mundtrockenheit
Gelegentlich (14)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Dysphonie, Dysurie, Gastroösophagealer Reflux, Harnretention, Husten, Kopfschmerzen, Oropharyngeale Candidiasis, Pharyngitis, Rash, Schwindel, Störungen des Geschmacksempfindens, Verschwommenes Sehen, Verstopfung, Vorhofflimmern
Selten (21)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Angioödem, Bronchospasmen, Darmobstruktion einschließlich paralytischem Ileus, Dysphagie, Epistaxis, Erhöhter Augeninnendruck, Gingivitis, Glaukom, Glossitis, Harnwegsinfektionen, Laryngitis, Palpitationen, Pruritus, Schlaflosigkeit, Sinusitis, Stomatitis, Supraventrikuläre Tachykardien, Tachykardie, Urtikaria, Übelkeit, Überempfindlichkeitsreaktionen
Nicht bekannt (6)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Anaphylaktische Reaktion, Dehydration, Gelenksschwellungen, Hautinfektionen und -geschwüre, Hauttrockenheit, Zahnkaries
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit, Engwinkelglaukom (Auge!), Harnverhalt/Prostatahypertrophie (relativ)
Wechselwirkungen
Andere Anticholinergika (additive NW); Ipratropium (nicht kombinieren)
Wirkungsmechanismus
Langwirksamer muskarinischer Antagonist (LAMA, M3-selektiv); blockiert M3-Rezeptoren in Bronchien → Bronchodilatation; 24h Wirkdauer
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung nötig; bei GFR <50 (renale Elimination) engmaschig überwachen
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur sehr begrenzte Daten, Tierversuch ohne Reproduktionstoxizität — Anwendung aus Vorsichtsgründen in der Schwangerschaft vermeiden. Stillzeit: Milchübergang beim Menschen unbekannt (im Tierversuch gering), langwirksame Substanz — nicht empfohlen.
Halbwertszeit
27–45 h (effektiv)
Wirkstoffpeak (tmax)
inhalativ: 5–7 min
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.