Ticagrelor
Brilique®
Antikoagulation
Thrombozytenhemmer
Indikation
Prävention atherothrombotischer Ereignisse bei Myokardinfarkt oder akutem Koronarsyndrom
Dosierung
Loading: 180mg einmalig; Erhaltung: 90mg 1-0-1 (1 Jahr), dann 60mg 1-0-1
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4)
— ≥ 1/10
Blutungen, Blutungsstörungen, Dyspnoe, Hyperurikämie
Häufig (17)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Blutungen im respiratorischen System, Diarrhö, Dyspepsie, Gastrointestinale Blutungen, Gicht, Gichtarthritis, Harnwegsblutungen, Hautausschlag, Hypotonie, Juckreiz, Kopfschmerzen, Schwindel, Subkutane oder dermale Blutungen, Synkope, Verstopfung, Vertigo, Übelkeit
Gelegentlich (13)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angioödem, Blutungen im Auge, Blutungen im Bereich der Geschlechtsorgane, Blutungen im Ohr, Blutungen nach Eingriffen, Erhöhte Serumkreatinin-Werte, Intrakranielle Blutungen, Muskelblutungen, Retroperitoneale Blutungen, Traumatische Blutungen, Tumorblutungen, Verwirrtheit, Überempfindlichkeit
Nicht bekannt (3)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
AV-Block, Bradyarrhythmie, Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
Kontraindikationen
Aktive Blutung, intrakranielle Blutung in Anamnese, schwere Leberinsuffizienz, starke CYP3A4-Inhibitoren
Wechselwirkungen
Starke CYP3A4-Hemmer: Clarithromycin, Ketoconazol, Ritonavir (Spiegel↑!); Rifampicin (Spiegel↓); Digoxin (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Reversibler P2Y12-ADP-Rezeptor-Antagonist (kein Prodrug) → Thrombozytenaggregation↓; schnellerer Wirkungseintritt als Clopidogrel
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine bzw. begrenzte Daten, im Tierversuch reproduktionstoxisch — in der Schwangerschaft nicht empfohlen; wirksame Kontrazeption. Stillzeit: Übergang in die Muttermilch (Tierdaten), Risiko nicht auszuschließen — Nutzen-Risiko-Abwägung.
Halbwertszeit
ca. 7 h
aktiver Metabolit: ca. 8,5 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 1,5 h
aktiver Metabolit: ca. 2,5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.