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Thiamazol

Favistan®Methizol®
Endokrinologie – Schilddrüse & Nebenniere
Thyreostatikum
Indikation
Hyperthyreose (Morbus Basedow, Struma nodosa toxica) Vorbereitung Schilddrüsen-OP/Radioiodtherapie
Dosierung
Initial 10–40mg/d i Erhaltung 5–20mg 1x/d in Kombination mit Levothyroxin oder 2,5-10mg 1x/d Monotherapie TSH-Kontrolle alle 4–8 Wochen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (3) — ≥ 1/10
Allergische Hauterscheinungen wechselnder Ausprägung, Exanthem, Pruritus
Häufig (5) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Arthralgien, Diarrhoen, Erbrechen, Myalgien, Übelkeit
Gelegentlich (2) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agranulozytose, Ödeme
Selten (4) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Ageusie, Arzneimittelfieber, Dysgeusie, Kopfschmerzen
Sehr selten (19) — < 1/10.000
Akute Speicheldrüsenschwellung, Arthritis, Cholestatischer Ikterus, Generalisierte Dermatitis, Generalisierte Lymphadenopathie, Haarausfall, Hypothyreose, Insulin-Autoimmunsyndrom, Medikamentös induzierter Lupus erythematodes, Nephritis, Neuritiden, Panzytopenie, Polyneuropathien, Schwere Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, Stevens-Johnson-Syndrom, Struma, Thrombozytopenie, Toxische Hepatitis, Vaskulitiden
Nicht bekannt (1) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute Pankreatitis
Kontraindikationen
Agranulozytose in Anamnese, Schwangerschaft (relativ – PTU im 1. Trimenon bevorzugen)
Wechselwirkungen
Antikoagulantien (INR↑↑!); Digitalisglykoside (Dosisanpassung); Betablocker (Dosisanpassung)
Wirkungsmechanismus
Hemmt thyreoidale Peroxidase → Jodierung von Thyreoglobulin↓ → T3/T4-Synthese↓; kein Effekt auf gespeicherte Hormone
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Dosisanpassung; bei schwerer Niereninsuffizienz vorsichtig dosieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Plazentagängig (fetale = mütterliche Konzentration); Verdacht auf teratogene Effekte v.a. im 1. Trimenon und bei hoher Dosis (u.a. Aplasia cutis, kraniofaziale Fehlbildungen, Omphalozele, Ösophagusatresie). Nur nach strenger Nutzen-Risiko-Bewertung in niedrigster wirksamer Dosis ohne Schilddrüsenhormon-Zusatz, engmaschige Überwachung von Mutter und Fetus/Neugeborenem. Stillzeit: möglich mit niedriger Dosis (bis 10 mg/Tag), Schilddrüsenfunktion des Säuglings regelmäßig überwachen.
Halbwertszeit
3–6 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.