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Tapentadol

PalexiaPalexia® retard
Analgesie – Starke Opioide
Opioid
Indikation
Starke chronische Schmerzen bei Erwachsenen und bei Kindern ab 6 Jahren, die nur mit Opioidanalgetika angemessen behandelt werden können
Dosierung
p.o. retard: Start 50mg 2×tgl; Steigerung um 50mg 2×tgl frühestens alle 3 Tage; max. 500mg/d. Kinder ab 6 J: 1,5mg/kg alle 12h, max. 3,5mg/kg alle 12h (max. 500mg/d)
Nebenwirkungen
Sehr häufig (5) — ≥ 1/10
Erbrechen, Kopfschmerzen, Schwindel, Somnolenz, Übelkeit
Häufig (14) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Angst, Asthenie, Diarrhö, Dyspepsie, Erröten, Halluzinationen, Mundtrockenheit, Muskelspasmen, Müdigkeit, Obstipation, Schlafstörungen, Tremor, Verminderter Appetit, Verwirrtheitszustände
Gelegentlich (16) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Ataxie, Atemdepression, Depressive Stimmung, Desorientiertheit, Dysarthrie, Harnverhalt, Hypotonie, Hypästhesie, Palpitationen, Parästhesie, Ruhelosigkeit, Sedierung, Tachykardie, Urtikaria, Ödeme
Selten (3) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bradykardie, Koordinationsstörungen, Krampfanfall
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; ausgeprägte Atemdepression; akutes/schweres Asthma bronchiale; Hyperkapnie; paralytischer Ileus; akute Intoxikation mit Alkohol, Hypnotika, zentralen Analgetika oder Psychopharmaka; MAO-Hemmer innerhalb der letzten 14 Tage; schwere Leberfunktionsstörung; Stillzeit
Wechselwirkungen
ZNS-Depressiva und Benzodiazepine (Sedierung, Atemdepression, Koma, Tod). Gabapentinoide ↑Überdosierungsrisiko. Serotonerge Substanzen (SSRI, SNRI, TZA) → Serotoninsyndrom. MAO-Hemmer kontraindiziert (hypertensive Krise). Substanzen, die die Krampfschwelle senken. UGT-Inhibitoren (Ketoconazol, Fluconazol) ↑Exposition. Gemischte Agonisten/Antagonisten (Buprenorphin, Nalbuphin, Pentazocin) mit Vorsicht.
Wirkungsmechanismus
Dualer Wirkmechanismus: μ-Opioidrezeptor-Agonist + Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Analgesie ohne pharmakologisch aktive Metabolite; Elimination überwiegend per Glucuronidierung (UGT), kaum CYP-abhängig.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Leicht bis mäßig eingeschränkte Nierenfunktion: keine Anpassung. Schwer eingeschränkt: nicht empfohlen (keine kontrollierten Studien). Leber: leicht keine Anpassung, mäßig Start 50mg max. 1×/24h, schwer kontraindiziert.
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: nur anwenden, wenn der Nutzen das Risiko für den Fötus rechtfertigt. Längere Anwendung → neonatales Entzugssyndrom (NOWS), potenziell lebensbedrohlich; Antidot bereithalten. Anwendung während und unmittelbar vor der Entbindung nicht empfohlen; Neugeborene auf Atemdepression überwachen. Stillzeit: kontraindiziert (Übergang in die Muttermilch tierexperimentell belegt).
Halbwertszeit
ca. 4,5–6 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral retardiert: 3–6 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.