Tamsulosin
Aglandin retardTamsu Genericon retardTamsulosin®Tamsu®
Urologie
Alpha-Blocker
Indikation
Benigne Prostatahyperplasie (BPH) – Symptomlinderung (IPSS-Score-Verbesserung)
Dosierung
0,4mg retard 1x/d nach Frühstück; keine Dosisanpassung bei NI nötig
Nebenwirkungen
Häufig (2)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Ejakulationsstörungen einschließlich retrograder Ejakulation und Ejakulationsversagen, Schwindel
Gelegentlich (12)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Asthenie, Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag, Juckreiz, Kopfschmerzen, Orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Rhinitis, Urtikaria, Verstopfung, Übelkeit
Selten (2)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Angioödem, Synkope
Sehr selten (2)
— < 1/10.000
Priapismus, Stevens-Johnson-Syndrom
Nicht bekannt (10)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Arrhythmien, Dermatitis exfoliativa, Dyspnoe, Epistaxis, Erythema multiforme, Mundtrockenheit, Sehschwäche, Tachykardie, Visustrübung, Vorhofflimmern
Kontraindikationen
Orthostatische Hypotonie, gleichzeitig starke CYP3A4-Inhibitoren
Wechselwirkungen
PDE-5-Hemmer: Sildenafil, Tadalafil (schwere Hypotonie!); CYP3A4-Hemmer: Ketoconazol (Spiegel↑↑); andere Alpha-Blocker (Hypotonie↑)
Wirkungsmechanismus
Selektiver α1A-Adrenorezeptor-Antagonist (Prostata, Blasenhals) → glatte Muskulatur relaxiert → Miktionswiderstand↓; kaum vaskuläre α1B-Wirkung
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung nötig · GFR<10: keine Daten
Halbwertszeit
Einzelgabe: 10 h
Steady State: 13 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (nach Mahlzeit): ca. 6 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.