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Sucralfat

Sucralan®
Gastroenterologie & Leber
Antazidum
Indikation
Refluxösophagitis, Ulcus ventriculi/duodeni, Gastritis, Sodbrennen
Dosierung
1g (1 BTL à 5ml) bis 4x/d nüchtern max. 8g/d Ulcus duodeni: 2-mal täglich 10ml oder 4-mal täglich 5 ml Ulcus ventriculi: 4-mal täglich 5ml Rezidivprophylaxe des Ulcus duodeni und Ulcus ventriculi: 2-mal täglich 5ml, jeweils morgens und abends Refluxösophagitis: 4-mal täglich 5ml, jeweils nach den Mahlzeiten
Nebenwirkungen
Gelegentlich (1) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Obstipation
Selten (4) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bezoarbildung, Mundtrockenheit, Nausea, Völlegefühl
Sehr selten (3) — < 1/10.000
Exanthem, Pruritus, Vertigo
Nicht bekannt (6) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Allergische Reaktionen, Anaphylaktische Reaktionen, Anämie, Enzephalopathie, Osteodystrophie, Osteomalazie
Kontraindikationen
Urämie, schwere Niereninsuffizienz
Wechselwirkungen
Resorption anderer Medikamente↓ (2h Abstand zu Fluorchinolonen, Tetracyclinen, Digoxin, Phenytoin)
Wirkungsmechanismus
Aluminiumsalz — bildet Schutzfilm auf Ulkusgrund durch Bindung an Proteine der Schleimhaut → Säure/Pepsin-Barriere; lokal wirksam, kaum resorbiert
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR <30: bei längerer Anwendung regelmäßige Aluminiumspiegelkontrollen (Aluminiumakkumulation - 30 μg/l dürfen nicht überschritten werden)
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur kurzfristig anwenden, um eine Aluminiumbelastung des Kindes zu vermeiden (im Tierversuch schädliche Effekte auf die Nachkommen). Stillzeit: Aluminium geht in die Milch über, wegen geringer Resorption aber kein Risiko für das Neugeborene anzunehmen.
Halbwertszeit
systemisch nicht relevant (kaum Resorption)
Wirkstoffpeak (tmax)
systemisch nicht relevant (kaum Resorption)
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.