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Spironolacton

Aldactone®QaialdoSpirobene®Spirono Genericon
Diuretika
MRA
Indikation
Herzinsuffizienz (HFrEF, Mortalitätssenkung!) Leberzirrhose/Aszites, primärer Hyperaldosteronismus Ödeme
Dosierung
Herzinsuffizienz: Initial 25–50mg/d nach 8 Wochen Steigerung auf 50mg/d möglich wenn Kalium normal Dauertherapie 100-200mg/d Leberzirrhose mit Aszites und Ödemen: Initial 100mg/d für 3-6 Tage (wenn gleichzeitige Anwendung mit einem anderen Diuretika 25mg) Dauertherapie 50-200mg/d (Einzeldosis max. 100mg) Primärer Hyperaldost.: Initial 100–200mg/d für 3-6 Tage dann 100-400mg/d bis Wirkeintritt Ödeme infolge chron. Nierenerkrankungen (nephrotisches Syndrom): 25-50mg/d kombiniert mit ACE-Hemmer oder AT1-Blocker
Nebenwirkungen
Häufig (2) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Gynäkomastie (reversibel), Schmerzhaftigkeit und Spannungsgefühl der Brust
Gelegentlich (14) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Alopezie, Ataxie, Benommenheit, Erhöhung des Harnsäurespiegels, Erythematöse Eruptionen, Flush, Hirsutismus, Kopfschmerzen, Lethargie, Lichen-planus-ähnliche Eruptionen, Menstruationsstörungen, Potenzstörungen, Urticaria, Verwirrtheitszustände
Selten (6) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Amenorrhoe, Eosinophilie, Hyperkaliämie, Hyponatriämie, Stimmveränderungen, Thrombozytopenie
Sehr selten (4) — < 1/10.000
Agranulozytose, Hepatitis, Hepatotoxizität, Osteomalazie
Nicht bekannt (16) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Allgemeine Muskelschwäche, Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Diarrhoe, Elektrolytveränderungen mit kardialen Arrhythmien, Erbrechen, Gastritis, Krämpfe, Magenblutungen, Muskelverspannungen (Wadenkrämpfe), Nausea, Pemphigoid, Reversible hypochlorämische metabolische Azidose, Reversibler Anstieg stickstoffhaltiger harnpflichtiger Stoffe, Schwindel, Ulcerationen, Weiteres Absinken des Blutdrucks bei stark erniedrigtem Blutdruck
Kontraindikationen
Hyperkaliämie >5,5 mmol/L, Hyponatriämie, Morbus Addison, Anurie
Wechselwirkungen
ACE-Hemmer, Sartane, Kalium (Hyperkaliämie!); NSAR (Wirkung↓); Digoxin (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Kompetitiver Aldosteron-Antagonist am Mineralokortikoidrezeptor → Na⁺-Resorption↓, K⁺-Ausscheidung↓ (kaliumsparend); antiandrogen
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 45-30: regelmäßige Kaliumkontrollen GFR<30: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert — im Tierversuch Feminisierung männlicher Nachkommen, beim Menschen antiandrogene Wirkungen. Stillzeit: aktiver Metabolit Canrenoat in der Muttermilch — kontraindiziert.
Halbwertszeit
ca. 1,3 h (Einzeldosis) aktiver Hauptmetabolit IV: ca. 2,8 h aktive Metaboliten II und V: ca. 10 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.