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Sertralin

AdjuvinSertralin®Tresleen
Psychiatrie – Antidepressiva
SSRI
Indikation
Depression (Major Depression) & Rezidivprophylaxe; Panikstörung ± Agoraphobie; Zwangsstörung (auch Kinder 6–17 J.); soziale Angststörung; PTBS
Dosierung
Depression/Zwang: Start 50mg 1x/d; Panik/PTBS/soziale Angst: Start 25mg → nach 1 Woche 50mg; Steigerung in 50mg-Schritten (≥1 Woche), max 200mg; Wirkeintritt 2–4 Wochen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (9) — ≥ 1/10
Diarrhoe, Ejakulationsversagen, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Somnolenz, Übelkeit
Häufig (39) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominelle Schmerzen, Agitiertheit, Albträume, Angst, Appetitlosigkeit, Appetitsteigerung, Arthralgie, Asthenie, Aufmerksamkeitsstörung, Bewegungsstörungen, Blähungen, Brustschmerz, Bruxismus, Depersonalisation, Depression, Dyspepsie, Erbrechen, Erhöhter Muskeltonus, Fieber, Geschmacksveränderungen, Gewichtszunahme, Gähnen, Hautausschlag, Hitzewallung, Hyperhidrose, Infektion der oberen Atemwege, Myalgie, Nervosität, Obstipation, Palpitationen, Parästhesie, Pharyngitis, Rhinitis, Rückenschmerzen, Sehstörungen, Tinnitus, Tremor, Unwohlsein, Verminderte Libido
Gelegentlich (75) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abnorme Blutungen, Aggression, Alopezie, Amnesie, Apathie, Aufstoßen, Bronchospasmus, Dermatitis, Durst, Dysphagie, Dyspnoe, Epistaxis, Erektionsstörung, Erhöhte Alaninaminotransferase, Erhöhte Aspartataminotransferase, Euphorische Stimmung, Gangstörung, Gastroenteritis, Gesichtsödem, Gestörte Koordination, Gestörtes Denken, Gewichtsabnahme, Glossitis, Halluzination, Harninkontinenz, Harnverhaltung, Hautrötung, Herzerkrankung, Hyperkinesie, Hypersensitivität, Hypertonie, Hypothyreose, Hypästhesie, Hämaturie, Hämorrhoiden, Kalter Schweiß, Konvulsion, Meläna, Menstruationsstörungen, Migräne, Miktionsstörung, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Muskelzucken, Mydriasis, Neoplasma, Nykturie, Ohrenschmerzen, Orthostatischer Schwindel, Osteoarthritis, Otitis media, Paranoia, Periorbitale Ödeme, Peripheres Ödem, Pollakisurie, Polyurie, Pruritus, Psychotische Erkrankung, Purpura, Saisonale Allergie, Schüttelfrost, Sexualstörungen, Sprachstörung, Suizidales Verhalten, Suizidgedanken, Synkope, Tachykardie, Trockene Haut, Unwillkürliche Muskelkontraktionen, Urtikaria, Verletzung, Vermehrter Speichelfluss, Zahnerkrankung, Zungenerkrankung, Ösophagitis
Selten (78) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Akathisie, Anaphylaktoide Reaktion, Angioödem, Arzneimittelabhängigkeit, Atrophische Vulvovaginitis, Auffällige klinische Laborergebnisse, Balanoposthitis, Bullöse Dermatitis, Diabetes mellitus, Diplopie, Divertikulitis, Dysphonie, Eosinophile Pneumonie, Epidermale Nekrolyse, Erhöhtes Blutcholesterin, Follikulärer Hautausschlag, Galaktorrhoe, Gelbsucht, Genitalfluor, Geschwürbildung im Mund, Glaukom, Gynäkomastie, Hautreaktion, Hepatitis, Hernie, Hypercholesterinämie, Hyperglykämie, Hyperprolaktinämie, Hyperventilation, Hyphäma, Hypoglykämie, Hyponatriämie, Hypoventilation, Hämatochezie, Inadäquate antidiuretische Hormonsekretion, Interstitielle Lungenkrankheit, Knochenerkrankung, Koma, Konversionsstörung, Laryngospasmus, Leberversagen, Leukopenie, Lichtempfindlichkeit, Lymphadenopathie, Malignes Neuroleptika-Syndrom, Myokardinfarkt, Oligurie, Pankreatitis, Paroniria, Periphere Ischämie, Photophobie, Priapismus, Psychomotorische Unruhe, Rhabdomyolyse, Schlafwandeln, Schluckauf, Schwere Hautreaktionen, Schwere Leberstörungen, Serotonin-Syndrom, Skotom, Stevens-Johnson-Syndrom, Stomatitis, Stridor, Thrombozytopenie, Torsade de Pointes, Tränenflussstörung, Ungleiche Pupillen, Vasodilatation, Verminderte Arzneimittelverträglichkeit, Verzögertes Harnlassen, Veränderte Haarstruktur, Veränderte Leberfunktion, Veränderte Thrombozytenfunktion, Veränderter Hautgeruch, Verändertes Sehvermögen, Verändertes Sperma, Vorzeitiger Samenerguss, Zungengeschwür
Nicht bekannt (5) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Makulopathie, Mikroskopische Kolitis, Multiple Acyl-Coenzym-A-Dehydrogenase-Mangel-ähnliche Störung, Postpartale Hämorrhagie, Trismus
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; irreversible MAO-Hemmer (14 Tage Abstand!); gleichzeitig Pimozid
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer (Serotoninsyndrom – 14 Tage Abstand!); Pimozid (kontraindiziert); serotonerge Substanzen/Triptane/Tramadol/Lithium (Serotoninsyndrom↑); Antikoagulantien/NSAR (Blutung↑)
Wirkungsmechanismus
SSRI; selektive Hemmung des SERT → synaptisches Serotonin↑ → antidepressiv, anxiolytisch; gutes Sicherheitsprofil
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz
Schwangerschaft & Stillzeit
Umfangreiche Daten ohne Hinweis auf Fehlbildungen — in der Schwangerschaft nicht empfohlen, außer der Nutzen überwiegt das Risiko. Im 3. Trimenon neonatale Anpassungs-/Entzugssymptome und erhöhtes PPHN-Risiko; Anwendung kurz vor Geburt erhöht das Risiko postpartaler Blutungen. Stillzeit: nur kleine Mengen in der Milch, keine schädlichen Effekte beim Säugling bekannt — nur wenn Nutzen überwiegt.
Halbwertszeit
ca. 26 h (22–36 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 4,5–8,4 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.