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Ropivacain

Ropivacain Noridem®
Lokalanästhetika
Lokalanästhetikum (Amid)
Indikation
Lokal-/Regionalanästhesie in der Chirurgie (Peridural inkl. Sectio, große Nervenblockaden); akute Schmerztherapie (z.B. postoperative Epiduralinfusion)
Dosierung
Konzentration/Volumen technikabhängig (2/7,5/10 mg/ml). Langsam + wiederholt aspirieren; niedrigste wirksame Dosis
Nebenwirkungen
Sehr häufig (2) — ≥ 1/10
Hypotonie, Übelkeit
Häufig (11) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Bradykardie, Erbrechen, Harnverhalt, Hyperthermie, Hypertonie, Kopfschmerz, Parästhesie, Rückenschmerzen, Schwindelgefühl, Schüttelfrost, Tachykardie
Gelegentlich (18) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angstzustände, Benommenheit, Circumorale Parästhesie, Dysarthrie, Dyspnoe, Epileptische Anfälle, Grand-Mal-Anfälle, Hyperakusis, Hypothermie, Hypästhesie, Konvulsionen, Muskelzucken, Sehstörungen, Symptome einer ZNS-Toxizität, Synkope, Taubheitsgefühl der Zunge, Tinnitus, Tremor
Selten (7) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Allergische Reaktionen, Anaphylaktische Reaktionen, Anaphylaktischer Schock, Angioneurotisches Ödem, Herzrhythmusstörungen, Herzstillstand, Urtikaria
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Dyskinesie, Horner-Syndrom
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (Amid-LA), intravenöse Regionalanästhesie (Bier-Block), schwere Hypovolämie
Wechselwirkungen
Andere LA/Antiarrhythmika (Klasse III – additive Toxizität); starke CYP1A2-Hemmer (Fluvoxamin – Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Amid-Lokalanästhetikum (reines S-Enantiomer); Na⁺-Kanal-Blockade. Geringere Kardiotoxizität als Bupivacain bei ähnlicher Wirkdauer; differenzielle Blockade (mehr sensorisch als motorisch)
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Anpassung
Schwangerschaft & Stillzeit
Außer der geburtshilflichen Epiduralanwendung keine ausreichenden Humandaten; im Tierversuch keine schädlichen Auswirkungen auf Schwangerschaft oder Entwicklung. Stillzeit: Übergang in die Muttermilch beim Menschen nicht untersucht.
Halbwertszeit
i.v.: 1,8 h (terminal)
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.