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Risperidon

OKEDIRisperdal ConstaRisperdal®Risperidon®
Psychiatrie – Antipsychotika & Anxiolytika
Atypisches Antipsychotikum
Indikation
Schizophrenie, manische Episode, Verhaltensstörungen bei Demenz (kurzfristig, Zulassung!)
Dosierung
Schizophrenie: Tag 1: 2mg/d (in 1 oder 2 Dosen pro Tag) Tag 2: 4mg/d (in 1 oder 2 Dosen pro Tag) Tag 3: individuelle Dosisanpassung (häuig 4-6mg/d ausreichend) Ältere: Start 0,5 mg 2×/d, steigern in 0,5-mg-Schritten 2×/d auf 1–2 mg 2×/d. Kinder/Jugendliche <18 J.: nicht empfohlen. Manie (bipolar, Erwachsene): Start 2 mg 1×/d, Anpassung in Schritten von 1 mg/d, Intervall ≥24 h, Bereich 1–6 mg/d; >6 mg/d nicht untersucht Ältere: Start 0,5 mg 2×/d → 1–2 mg 2×/d (Vorsicht, limitierte Erfahrung) Kinder/Jugendliche <18 J.: nicht empfohlen Aggression bei mäßiger–schwerer Alzheimer-Demenz: Start 0,25 mg 2×/d, Anpassung in 0,25-mg-Schritten 2×/d, max. jeden 2. Tag, optimal meist 0,5 mg 2×/d (einige bis 1 mg 2×/d), max. 6 Wochen anwenden. max 16mg/d Delir (off-label): 1–3× täglich 0,5–1 mg · Mittel der Wahl bei lebhaften Halluzinationen, wirkt aber nicht sedierend · in Kombination mit Melperon höchstens 1 mg/d Risperidon und 75 mg/d Melperon (additive kardiotoxische Wirkung), dann EKG-Kontrolle · nach DGN-Leitlinie 030-006 (Stand 2020, Gültigkeit abgelaufen)
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4) — ≥ 1/10
Kopfschmerzen, Parkinsonismus, Schlaflosigkeit, Sedierung/Somnolenz
Häufig (52) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominale Beschwerden, Agitiertheit, Akathisie, Angst, Arthralgie, Asthenie, Bauchschmerzen, Bronchitis, Depression, Diarrhö, Dyskinesie, Dyspepsie, Dyspnoe, Dystonie, Epistaxis, Erbrechen, Erythem, Fatigue, Gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Harninkontinenz, Harnwegsinfektion, Hautausschlag, Husten, Hyperprolaktinämie, Hypertonie, Infektion der oberen Atemwege, Influenza, Konjunktivitis, Mundtrockenheit, Muskelspasmen, Muskuloskelettale Schmerzen, Obstipation, Ohrinfektion, Pharyngolaryngealer Schmerz, Pneumonie, Pyrexie, Rückenschmerzen, Schlafstörungen, Schmerzen, Schwindel, Sinusitis, Sturz, Tachykardie, Thoraxschmerzen, Tremor, Verminderter Appetit, Verschwommenes Sehen, Verstopfte Nase, Zahnschmerzen, Ödem, Übelkeit
Gelegentlich (115) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
AV-Block, Acarodermatitis, Akne, Albträume, Alopezie, Amenorrhö, Anomale Koordination, Anomale Körperhaltung, Anomaler Gang, Anomales Gefühl, Anorexie, Anämie, Aspirationspneumonie, Atemwegsinfektion, Aufmerksamkeitsstörung, Augeninfektion, Beschwerden, Bewusstlosigkeit, Bradykardie, Brustbeschwerden, Brustschmerzen, Cellulitis, Cholesterin erhöht, Cystitis, Diabetes mellitus, Durst, Dysarthrie, Dysgeusie, Dysphagie, Dysphonie, Dysurie, EKG-Veränderungen, Ejakulationsstörungen, Ekzem, Eosinophilenzahl erhöht, Erektile Dysfunktion, Erhöhter Tränenfluss, Erregungsleitungsstörungen, Erröten, Fehlende Reaktion auf Stimuli, Flatulenz, Galaktorrhö, Gamma-Glutamyltransferase erhöht, Gastroenteritis, Gelenkschwellung, Gelenksteifigkeit, Gesichtsödem, Gewichtsabnahme, Gleichgewichtsstörung, Gynäkomastie, Harnretention, Hauterkrankungen, Hautläsion, Hautverfärbung, Hyperglykämie, Hyperkeratose, Hypotonie, Hypästhesie, Hämatokrit reduziert, Keuchen, Kongestion der Atemwege, Konvulsion, Koprostase, Kreatinphosphokinase erhöht, Körpertemperatur erhöht, Leberenzyme erhöht, Leukozytenzahl erniedrigt, Lokalisierte Infektion, Lungenstauung, Manie, Menstruationsstörungen, Muskelschwäche, Nackenschmerzen, Nervosität, Neutropenie, Ohrenschmerzen, Okulare Hyperämie, Onychomykose, Orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Parästhesie, Photophobie, Pollakisurie, Polydipsie, Posturaler Schwindel, Pruritus, Psychomotorische Hyperaktivität, QT-Verlängerung im EKG, Rasselgeräusche der Lunge, Respiratorische Störung, Schüttelfrost, Seborrhoisches Ekzem, Sexuelle Dysfunktion, Stuhlinkontinenz, Synkope, Tardive Dyskinesie, Thoraxbeschwerden, Thrombozytopenie, Tinnitus, Tonsillitis, Transaminasen erhöht, Trockene Haut, Trockenes Auge, Unwohlsein, Urtikaria, Vaginaler Ausfluss, Verfahrensbedingte Schmerzen, Verminderte Libido, Verminderter Bewusstseinsgrad, Vertigo, Verwirrtheit, Virusinfektion, Vorhofflimmern, Zerebrovaskuläre Ischämie, Überempfindlichkeit
Selten (47) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abstumpfung, Agranulozytose, Anaphylaktische Reaktion, Anorgasmie, Arzneimittelentzugssyndrom, Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen, Arzneimittelexanthem, Augenrollen, Brustvergrößerung, Cheilitis, Diabetisches Koma, Floppy Iris Syndrom, Geschwollene Zunge, Glaukom, Glucose im Urin, Hyperinsulinämie, Hyperventilation, Hypoglykämie, Hypothermie, Ikterus, Inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons, Induration, Infektion, Katatonie, Körpertemperatur erniedrigt, Lungenembolie, Malignes neuroleptisches Syndrom, Mechanischer Ileus, Pankreatitis, Peripheres Kältegefühl, Priapismus, Rhabdomyolyse, Schlaf-Apnoe-Syndrom, Schlafbezogene Essstörung, Schlafwandeln, Schuppen, Sekretion aus der Brustdrüse, Sinusarrhythmie, Stauungserscheinungen der Brust, Störung der Augenbewegung, Titubation des Kopfes, Triglyzeride erhöht, Venenthrombose, Verkrustung des Lidrandes, Verspätete Menstruation, Wasser-Intoxikation, Zerebrovaskuläre Störung
Sehr selten (3) — < 1/10.000
Angioödem, Diabetische Ketoazidose, Paralytischer Ileus
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Stevens-Johnson-Syndrom, Toxisch epidermale Nekrolyse
Kontraindikationen
Lewy-Body-Demenz, QT-Verlängerung
Wechselwirkungen
CYP2D6-Hemmer: Fluoxetin, Paroxetin (Spiegel↑); Carbamazepin (Spiegel↓↓); Levodopa (Antagonismus); QT-verlängernd
Wirkungsmechanismus
Atypisches Antipsychotikum; D2- und 5-HT2A-Antagonist → antipsychotisch; bei niedrigen Dosen wenig EPS
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR <60: Startdosis und Steigerung halbieren (0,5 mg 2×/d), langsamer titrieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine ausreichenden Daten — nicht anwenden außer eindeutig erforderlich, nicht abrupt absetzen. Im 3. Trimenon neonatale extrapyramidale/Entzugssymptome, Neugeborenes überwachen. Stillzeit: geringer Milchübergang — Nutzen-Risiko-Abwägung.
Halbwertszeit
ca. 3 h aktiver Metabolit 9-Hydroxy-Risperidon (aktive Fraktion): 24 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 17.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.