Rilmenidin
Iterium®
Kardiologie – weitere Substanzen
Antihypertensivum
Indikation
Leichte bis mittelschwere essentielle Hypertonie, vorzugsweise in Kombination mit anderen Antihypertonika; Erwachsene
Dosierung
1 mg 1×/d morgens; bei unzureichender Kontrolle nach 1 Monat 2×1 mg/d (morgens + abends); zu den Mahlzeiten. Stets ausschleichend absetzen (nicht abrupt)
Nebenwirkungen
Häufig (19)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Angst, Asthenie, Ausschlag, Depression, Diarrhoe, Ermüdung, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Muskelspasmen, Obstipation, Palpitationen, Peripheres Kältegefühl, Pruritus, Schlaflosigkeit, Schmerzen im Oberbauch, Schwindelgefühl, Sexuelle Funktionsstörung, Somnolenz, Ödeme
Gelegentlich (3)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Hitzewallungen, Orthostasesyndrom, Übelkeit
Selten (1)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Kurzatmigkeit
Nicht bekannt (1)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Bradykardie
Kontraindikationen
Schwere Depression; stark eingeschränkte Nierenfunktion (CrCl <15 ml/min); Kombination mit Sultoprid; Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
Wechselwirkungen
Kontraindiziert mit Sultoprid (Torsade de pointes). Nicht empfohlen mit Alkohol, Herzinsuffizienz-Betablockern (Bisoprolol/Carvedilol/Metoprolol) und MAO-Hemmern. Vorsicht mit Torsade-auslösenden Arzneien, trizyklischen Antidepressiva, anderen Antihypertensiva (Orthostase↑)
Wirkungsmechanismus
Zentral wirkendes Antihypertensivum; selektiver Imidazolin-I1-Rezeptoragonist in bulbären Vasomotorenzentren und Niere → Hemmung der Sympathikusaktivität → Senkung des peripheren Widerstands und Blutdrucks
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl >15 ml/min: keine Dosisanpassung. CrCl <15 ml/min: kontraindiziert. Nicht relevant dialysierbar (geringe Dialysierbarkeit)
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Schwangerschaft aus Vorsicht vermeiden (nur sehr begrenzte Daten). In der Stillzeit nicht einnehmen – Übergang in die Muttermilch beim Menschen nicht bekannt, im Tierversuch nachgewiesen; ein Risiko für das Kind ist nicht auszuschließen.
Halbwertszeit
8 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1,5–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 08.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.