Rifaximin
Colidimin®Refero
Gastroenterologie & Leber
Darmantibiotikum
Indikation
Hepatische Enzephalopathie (Rezidivprophylaxe, Xifaxan 550mg); Reisediarrhö durch nicht-invasive E. coli (Xifaxan 200mg)
Dosierung
Hepatische Enzephalopathie: 550mg 1-0-1 (meist + Lactulose); Reisediarrhö: 200mg 1-1-1 (3 Tage)
Nebenwirkungen
Häufig (12)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominale Aufblähung, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Erbrechen, Fieber, Flatulenz, Kopfschmerzen, Schwindel, Stuhldrang, Tenesmen, Verstopfung, Übelkeit
Gelegentlich (60)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Albträume, Appetitverminderung, Asthenie, Candidiasis, Darmmotilitäts-Störungen, Dehydratation, Depressive Verstimmung, Diplopie, Dyspepsie, Dyspnoe, Erhöhte Aspartat-Aminotransferase, Erhöhter Blutdruck, Exantheme, Geschmacksstörungen, Glucosurie, Grippe-ähnliche Symptome, Harter Stuhl, Hautausschlag, Herpes simplex, Hitzewallungen, Husten, Hypoästhesie, Hämaturie, Infektionen der oberen Atemwege, Kalter Schweiß, Kältegefühl, Lymphozytose, Meläna, Migräne, Monozytose, Muskelschwäche, Muskelspasmen, Myalgie, Nackenschmerzen, Nasopharyngitis, Nervosität, Neutropenie, Oberbauchbeschwerden, Ohrenschmerzen, Palpitationen, Parästhesie, Periphere Ödeme, Pharyngitis, Pollakisurie, Polymenorrhoe, Polyurie, Proteinurie, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schleimiger Stuhl, Schläfrigkeit, Schmerzen im Mund-Rachenraum, Schmerzen und Missempfindungen, Sinusitis-Kopfschmerz, Sonnenbrand, Trockene Lippen, Trockener Rachen, Verstopfte oder rinnende Nase, Vertigo, Übermäßige Schweißproduktion
Nicht bekannt (17)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Clostridioides-Infektion, Dermatitis, Ekzem, Erythem, Exfoliative Dermatitis, INR-Wert Veränderungen, Pruritus, Präsynkope, Purpura, Stevens-Johnson Syndrom, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse, Urtikaria, Veränderte Leberwerte, Überempfindlichkeit
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Rifaximin/Rifamycine; intestinale Obstruktion (Ileus); Vorsicht bei schwerer Leberinsuffizienz (Child C)
Wechselwirkungen
P-Glykoprotein-Inhibitoren (Ciclosporin → Spiegel↑↑); Warfarin (INR-Schwankungen, engmaschig überwachen); kaum systemische Resorption
Wirkungsmechanismus
Rifamycin-Derivat; hemmt bakterielle RNA-Polymerase (β-Untereinheit) → Transkription↓ → bakterizid; nicht systemisch resorbiert → nur luminale Wirkung
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine/begrenzte Daten, im Tierversuch Ossifikationsverzögerung und Skelettveränderungen — als Vorsichtsmaßnahme in der Schwangerschaft nicht anwenden. Stillzeit: Milchübergang unbekannt, Risiko nicht auszuschließen — Nutzen-Risiko-Entscheidung.
Halbwertszeit
systemisch nicht relevant (kaum Resorption)
Wirkstoffpeak (tmax)
systemisch nicht relevant (kaum Resorption)
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.