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Ramipril

LannaprilRamipril®Tritace®
Kardiologie – ACE-Hemmer & Sartane
ACE-Hemmer
Indikation
Arterielle Hypertonie, Herzinsuffizienz (HFrEF), nach Myokardinfarkt, diabetische Nephropathie, KVP-Prävention
Dosierung
Hypertonie: Start 2,5mg 1x/d Herzinsuffizienz: Start 2,5mg 1-0-1 max 10mg/d
Nebenwirkungen
Häufig (22) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Anstieg des Serumkaliums, Bauchschmerzen, Bronchitis, Brustschmerzen, Durchfall, Dyspepsie, Dyspnoe, Entzündungen des Magen-Darm-Traktes, Erbrechen, Exanthem, insbesondere makulopapulös, Hypotonie, Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Myalgie, Müdigkeit, Orthostatischer Blutdruckabfall, Schwindel, Sinusitis, Synkope, Trockener Reizhusten, Verdauungsstörungen, Übelkeit
Gelegentlich (40) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angioödeme, Angioödeme des Dünndarms, Angst, Anorexie, Anstieg der Pankreasenzyme, Anstieg von Serumharnstoff, Anstieg von Serumkreatinin, Appetitlosigkeit, Arrhythmie, Arthralgie, Bronchospasmus einschließlich Verschlechterung eines Asthma bronchiale, Depressive Verstimmungen, Eosinophilie, Erhöhung von Leberenzymen und/oder konjugiertem Bilirubin, Fieber, Flush, Geschmacksstörungen, Gesteigerte Diurese, Hyperhidrose, Mundtrockenheit, Myokardischämie einschließlich Angina pectoris oder Myokardinfarkt, Nervosität, Nierenfunktionsstörungen einschließlich akutes Nierenversagen, Obstipation, Palpitationen, Pankreatitis, Parästhesien, Periphere Ödeme, Pruritus, Schlafstörungen einschließlich Somnolenz, Schmerzen im Oberbauch einschließlich Gastritis, Schwellungen der Nasenschleimhaut, Sehstörungen einschließlich verschwommenen Sehens, Tachykardie, Unruhe, Verlust des Geschmackssinns, Verminderte Libido, Verschlechterung einer vorbestehenden Proteinurie, Vertigo, Vorübergehende erektile Impotenz
Selten (20) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Asthenie, Cholestatische Gelbsucht, Exfoliative Dermatitis, Gefäßstenose, Gleichgewichtsstörungen, Glossitis, Hypoperfusion, Hörstörungen, Konjunktivitis, Leberzellschäden, Onycholyse, Rückgang der Erythrozytenzahl, Rückgang der Leukozytenzahl, Rückgang der Thrombozytenzahl, Tinnitus, Tremor, Urtikaria, Vaskulitis, Verringerte Hämoglobinwerte, Verwirrtheit
Sehr selten (1) — < 1/10.000
Photosensibilität
Nicht bekannt (25) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abfall des Serumnatriums, Akutes Leberversagen, Alopezie, Anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen, Anstieg antinukleärer Antikörper, Aufmerksamkeitsstörungen, Beeinträchtigung der psychomotorischen Fähigkeiten, Cholestatische oder zytolytische Hepatitis, Erythema multiforme, Gefühl des Brennens, Geruchsstörungen, Gynäkomastie, Hämolytische Anämie, Knochenmarkdepression, Panzytopenie, Pemphigoides oder lichenoides Exanthem oder Enanthem, Pemphigus, Psoriasiforme Dermatitis, Raynaud-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Stomatitis aphthosa, Syndrom der inadäquaten Ausschüttung von antidiuretischem Hormon (SIADH), Toxisch epidermale Nekrolyse, Verschlimmerung einer Psoriasis, Zerebrale Ischämie einschließlich ischämischen Schlaganfalls und transitorischer ischämischer Attacken
Kontraindikationen
Beidseitige Nierenarterienstenose, Schwangerschaft (teratogen!), Angioödem in Anamnese, gleichzeitig Aliskiren bei DM/NI
Wechselwirkungen
Kaliumsparer, Kalium, Heparin (Hyperkaliämie!); NSAR (Nierenfunktion↓); Lithium (Spiegel↑); Insuline/OAD (Hypoglykämie↑)
Wirkungsmechanismus
ACE-Hemmer (Prodrug → Ramiprilat); hemmt ACE → Angiotensin II↓, Bradykinin↑ → Vasodilatation, Blutdruck↓, kardioprotektiv
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR<30: Start 1,25mg, max 5mg/d GFR<10: max 2,5mg/d Kreatinin und Kalium überwachen!
Schwangerschaft & Stillzeit
Im 1. Trimenon nicht empfohlen, im 2./3. Trimenon kontraindiziert. Fetotoxisch: Nierenfunktion↓, Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation, neonatale Hypotonie/Hyperkaliämie. Bei Kinderwunsch/Schwangerschaft umstellen bzw. sofort absetzen. Stillzeit: nicht empfohlen — Alternative bevorzugen.
Halbwertszeit
aktiver Metabolit Ramiprilat: 13–17 h (effektiv, bei 5–10 mg)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: innerhalb 1 h aktiver Metabolit Ramiprilat: 2–4 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.