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Pregabalin

LynagexLyrica®Pregabalin®Pregamid®PregaTab
Neurologie – Antiepileptika & Analgetika
Neuropathischer Schmerz
Indikation
Neuropathischer Schmerz (peripher u. zentral: diabetisch, postherpetisch, n. Rückenmarkverletzung), Fibromyalgie, fokale Epilepsie (Zusatztherapie), generalisierte Angststörung
Dosierung
Start 25–75mg 1-0-1, Ziel 150–300mg 1-0-1; max. 600mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (3) — ≥ 1/10
Benommenheit, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit
Häufig (44) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Abgeschlagenheit, Amnesie, Arthralgie, Ataxie, Aufgeblähter Bauch, Aufmerksamkeitsstörungen, Desorientierung, Diarrhoe, Diplopie, Dysarthrie, Erbrechen, Erektile Dysfunktion, Euphorie, Flatulenz, Gangstörungen, Gedächtnisstörungen, Gesteigerter Appetit, Gewichtszunahme, Gleichgewichtsstörung, Hypästhesie, Koordinationsstörungen, Krankheitsgefühl, Lethargie, Mundtrockenheit, Muskelkrämpfe, Nasopharyngitis, Parästhesie, Periphere Ödeme, Reizbarkeit, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schmerzen in den Extremitäten, Sedierung, Stürze, Tremor, Trunkenheitsgefühl, Verringerte Libido, Verschwommenes Sehen, Verstopfung, Vertigo, Verwirrung, Zervikale Spasmen, Ödeme, Übelkeit
Gelegentlich (97) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
AV-Block 1. Grades, Abnorme Träume, Aggression, Agitiertheit, Anorexie, Anorgasmie, Apathie, Asthenie, Augenreizung, Augenschmerzen, Augentrockenheit, Brennendes Gefühl, Brustschmerzen, Depersonalisation, Depression, Durst, Dyskinesie, Dysmenorrhoe, Dyspnoe, Dysurie, Engegefühl in der Brust, Erhöhte Kreatininwerte, Erhöhte Leberenzymwerte, Erhöhung der Kreatinphosphokinase, Fieber, Frösteln, Gastroösophagealer Reflux, Gehobene Stimmungslage, Geistige Beeinträchtigungen, Gelenkschwellungen, Generalisierte Ödeme, Geschmacksverlust, Geschwollene Augen, Gesichtsfeldeinengung, Gesichtsrötung, Gesichtsödem, Gesteigerte Libido, Gewichtsverlust, Halluzinationen, Harninkontinenz, Hautrötung mit Wärmegefühl, Herzinsuffizienz, Husten, Hyperakusis, Hyperglykämie, Hyperhidrose, Hypertonie, Hyperästhesie, Hypoglykämie, Hypokaliämie, Hypotonie, Intentionstremor, Kalte Extremitäten, Kognitive Störungen, Muskelzuckungen, Myalgie, Myoklonus, Nackenschmerzen, Nasenbluten, Neutropenie, Niedergeschlagenheit, Nystagmus, Orale Hypästhesie, Panikattacken, Papulöser Ausschlag, Photopsie, Posturaler Schwindel, Pruritus, Psychomotorische Hyperaktivität, Rhinitis, Ruhelosigkeit, Schmerzen, Schnarchen, Schwachsichtigkeit, Sehstörungen, Sinusbradykardie, Sprachstörungen, Steifigkeit der Muskulatur, Stimmungsschwankungen, Stupor, Störungen der Sexualfunktion, Synkopen, Tachykardie, Thrombozytenzahl erniedrigt, Trockene Nase, Tunnelblick, Unwohlsein, Urtikaria, Verlust des Bewusstseins, Vermehrter Speichelfluss, Verringerte Reflexe, Verringerte Sehschärfe, Verstopfte Nase, Verstärkter Tränenfluss, Verzögerte Ejakulation, Wortfindungsstörungen, Überempfindlichkeit
Selten (39) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Absonderungen aus der Brust, Allergische Reaktion, Amenorrhoe, Angioödem, Aszites, Brustvergrößerung, Dysphagie, Engegefühl im Hals, Enthemmung, Gelbsucht, Geschwollene Zunge, Gynäkomastie, Harnretention, Hypokinesie, Kalter Schweiß, Keratitis, Konvulsionen, Leukozytenzahl erniedrigt, Lichtempfindlichkeit, Lungenödem, Mydriasis, Nierenversagen, Oligurie, Oszillopsie, Pankreatitis, Parkinsonismus, Parosmie, QT-Verlängerung, Rhabdomyolyse, Schielen, Schreibstörungen, Sinusarrhythmie, Sinustachykardie, Stevens-Johnson-Syndrom, Suizidales Verhalten, Suizidgedanken, Toxische epidermale Nekrolyse, Verlust des Sehvermögens, Verändertes räumliches Sehen
Sehr selten (2) — < 1/10.000
Hepatitis, Leberversagen
Nicht bekannt (2) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Arzneimittelabhängigkeit, Atemdepression
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff; Suchtmittelmissbrauch (relativ). Schwere Niereninsuffizienz ist KEINE Kontraindikation – Dosisanpassung n. CrCl
Wechselwirkungen
Alkohol, Benzodiazepine, Opioide (ZNS-Depression↑, Atemdepression!); Oxycodon (Kognition/Grobmotorik↓)
Wirkungsmechanismus
Bindet α2δ-Untereinheit spannungsabhängiger Ca²⁺-Kanäle (stärker als Gabapentin) → Neurotransmitterfreisetzung↓ → antikonvulsiv, analgetisch, anxiolytisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 30–60: Max 300mg/d · GFR 15–30: Max 150mg/d · GFR<15: Max 75mg/d · HD: Zusatzdosis nach Dialyse
Schwangerschaft & Stillzeit
Anwendung im 1. Trimenon kann zu schweren Fehlbildungen führen; nur wenn Nutzen für die Mutter das fetale Risiko eindeutig überwiegt. Frauen im gebärfähigen Alter: wirksame Kontrazeption erforderlich. Stillzeit: Übergang in Muttermilch (~76 % der mütterl. Plasmakonz.); Nutzen-Risiko-Abwägung Stillen vs. Therapie.
Halbwertszeit
ca. 6,3 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (nüchtern): innerhalb 1 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.