Phenylephrin
Biorphen®Phenylephrin Aguettant®
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Sympathomimetikum
Indikation
Behandlung der Hypotonie bei Spinal-, Epidural- oder Vollnarkose
Dosierung
i.v.-Bolus 50–100 µg, wiederholbar bis zur gewünschten Wirkung; Einzelbolus max. 100 µg
Nebenwirkungen
Nicht bekannt (44)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Agitiertheit, Anginaschmerz, Angst, Anomaler Glukosemetabolismus, Arrhythmie, Ausbleichen der Haut, Bewusstlosigkeit, Blässe, Diaphorese, Dyspnoe, Erbrechen, Euphorie, Harnretention, Hautnekrose an der Injektionsstelle nach Extravasation, Herzstillstand, Hirnblutung, Hitzegefühl, Hypersalivation, Hypertonie, Hypotonie, Kopfschmerzen, Kribbeln, Kältegefühl der Haut, Lungenödem, Miktionsschwierigkeiten, Muskuläre Schwäche, Mydriasis, Myokardischämie, Nervosität, Palpitationen, Parästhesie, Piloerektion, Psychotische Zustände, Reflexbradykardie, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühl, Schwitzen, Tachykardie, Tremor, Verschlechterung eines bestehenden Winkelblockglaukoms, Verwirrtheit, Völlegefühl im Kopf, Übelkeit, Überempfindlichkeit
Kontraindikationen
schwere Hypertonie, schwere periphere Gefäßerkrankung, schwere Hyperthyreose, nicht-selektive MAO-Hemmer (auch bis 2 Wochen danach)
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer (kontraindiziert), trizyklische/SNRI-Antidepressiva, Ergotalkaloide, halogenierte Inhalationsanästhetika, Oxytocin/Wehenmittel, Herzglykoside → Hypertonie/Arrhythmie-Risiko
Wirkungsmechanismus
Reiner Alpha-1-Adrenozeptor-Agonist → arterielle und venöse Vasokonstriktion, RR-Anstieg, reflektorische Bradykardie; Wirkdauer ~20 min
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei eingeschränkter Nierenfunktion ggf. niedrigere Dosis
Schwangerschaft & Stillzeit
Anwendung von injizierbarem Phenylephrin gemäß Indikation in der Schwangerschaft möglich; in der Spätschwangerschaft/bei Wehen kann es fetale Hypoxie und Bradykardie verursachen, Kombination mit Wehenmitteln kann schwere Hypertonie auslösen. Stillzeit: nur kleine Mengen in der Muttermilch, geringe orale Bioverfügbarkeit — nach einmaliger Bolusgabe unter der Geburt ist Stillen weiterhin möglich.
Halbwertszeit
ca. 3 h
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Zuletzt aktualisiert: 09.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.