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Pantoprazol

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Protonenpumpeninhibitoren (PPI)
PPI
Indikation
Peptisches Ulkus, GERD, Zollinger-Ellison-Syndrom, NSAR-Gastroprotektion, H.-pylori-Eradikation
Dosierung
40mg p.o./i.v. 1x/d (nüchtern, 30 min vor Mahlzeit); Ulkus-Therapie: 8 Wochen; Langzeit-PPI: niedrigste wirksame Dosis Eradikation von H. pylori: 40mg p.o. 2x/d für 7/14 Tage
Nebenwirkungen
Häufig (1) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Drüsenpolypen des Fundus (gutartig)
Gelegentlich (16) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Asthenie, Ausschlag/Exanthem/Eruption, Bauchschmerzen und -beschwerden, Blähungen und Völlegefühl, Diarrhoe, Erhöhte Leberenzyme, Frakturen der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Pruritus, Schlafstörungen, Schwindel, Unwohlsein, Verstopfung, Übelkeit/Erbrechen
Selten (16) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Agranulozytose, Angioödem, Arthralgie, Depression, Erhöhte Körpertemperatur, Erhöhte Lipidwerte (Triglyceride, Cholesterin), Erhöhtes Bilirubin, Geschmacksstörungen, Gewichtsveränderungen, Gynäkomastie, Hyperlipidämie, Myalgie, Periphere Ödeme, Sehstörungen/Verschwommensehen, Urtikaria, Überempfindlichkeit
Sehr selten (4) — < 1/10.000
Desorientiertheit, Leukopenie, Panzytopenie, Thrombozytopenie
Nicht bekannt (19) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Erythema multiforme, Gelbsucht, Halluzinationen, Hypokaliämie, Hypokalzämie, Hypomagnesiämie, Hyponatriämie, Kolitis, Leberversagen, Leberzellschädigung, Lichtempfindlichkeit, Lyell-Syndrom (TEN), Muskelspasmus, Parästhesie, Stevens-Johnson-Syndrom, Subakuter kutaner Lupus erythematosus, Tubulointerstitielle Nephritis, Verwirrtheit
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; kein echter Nachteil vs. andere PPI
Wechselwirkungen
Wenig CYP2C19-Hemmung → bevorzugter PPI bei Clopidogrel!; Methotrexat (Ausscheidung↓); Atazanavir (Resorption↓ — kontraindiziert)
Wirkungsmechanismus
Protonenpumpenhemmer; irreversible Hemmung der H⁺/K⁺-ATPase der Belegzellen → HCl-Sekretion↓; selektivere Bindung als Omeprazol, weniger CYP-Interaktionen
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
Mäßige Datenmenge (300–1000 Schwangerschaften) ohne Hinweis auf Missbildungen oder feto-/neonatale Toxizität, im Tierversuch reproduktionstoxisch — als Vorsichtsmaßnahme in der Schwangerschaft möglichst vermeiden. Stillzeit: Übergang in die Muttermilch, Risiko für den Säugling nicht auszuschließen — Nutzen-Risiko-Abwägung.
Halbwertszeit
ca. 1 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 2,0–2,5 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.