Oxycodon
Oxycodon®OxyContin®OxygerolanTargin®
Analgesie – Starke Opioide
Opioid
Indikation
Starke chronische Schmerzen (v.a. Tumorschmerz, neuropathischer Schmerz)
Dosierung
Retard: 10–80mg alle 12h (1-0-0-1)
Tumorschmerz bis 400mg/d
Bedarf: 1/6 der Tagesdosis schnellwirksam
Nebenwirkungen
Sehr häufig (7)
— ≥ 1/10
Erbrechen, Juckreiz, Kopfschmerzen, Obstipation, Schwindel, Sedierung, Übelkeit
Häufig (17)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Appetitabnahme, Bauchschmerzen, Bronchospasmus, Dyspnoe, Erbrechen, Hautausschlag, Mundtrockenheit, Obstipation, Pruritus, Schwindel, Schwächezustände, Sedierung, Stimmungsveränderungen, Tremor, Vermehrter Harndrang, Verwirrtheit, Übelkeit
Gelegentlich (25)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Amnesie, Anstieg der Leberenzyme, Atemdepression, Dehydratation, Erektile Dysfunktion, Flatulenz, Harnverhalt, Hyperakusis, Hypästhesie, Ileus, Koordinationsstörungen, Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Migräne, Miosis, Parästhesie, SIADH, Schüttelfrost, Sehstörungen, Trockene Haut, Vermehrtes Husten, Vertigo, Veränderte Wahrnehmung, Ödeme, Überempfindlichkeit des Immunsystems
Selten (9)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Gesteigerter Appetit, Gewichtsveränderungen, Herpes simplex, Hypotonie, Hämaturie, Lymphadenopathie, Muskelspasmen, Urtikaria, Zahnfleischbluten
Nicht bekannt (6)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Aggressivität, Amenorrhoe, Anaphylaktische Reaktionen, Cholestase, Gallenkoliken, Hyperalgesie
Kontraindikationen
Schwere Atemdepression, paralytischer Ileus, akutes Abdomen, schwere COPD, schweres Bronchialasthma, Cor pulmonale, MAO-Hemmer
Wechselwirkungen
CYP3A4-Hemmer: Azol-Antimykotika, Clarithromycin (Spiegel↑!); CYP3A4-Induktoren: Rifampicin (Spiegel↓); MAO-Hemmer; Benzodiazepine
Wirkungsmechanismus
μ- und κ-Opioid-Agonist (2× stärker als Morphin oral); gute orale Bioverfügbarkeit → stark analgetisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei Nieren- oder Leberfunktionsstörungen ist die empfohlene Anfangsdosis um 50% zu reduzieren und bis zur Schmerzfreiheit zu titrieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Schwangerschaft: möglichst vermeiden (begrenzte Daten). Anwendung in den letzten 3–4 Wochen vor Geburt → Neugeborenes auf Atemdepression überwachen; Entzugserscheinungen möglich. Stillzeit: nicht anwenden (Übergang in Muttermilch, Atemdepression beim Neugeborenen möglich).
Halbwertszeit
4–6 h
Retardtabletten: 4–5 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (unretardiert): 1–1,5 h
oral (retardiert): ca. 3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.