Oseltamivir
EbilfuminTamiflu®
Virostatika
Virostatikum
Indikation
Influenza A und B (Therapie und Prophylaxe), v.a. bei Risikopatienten (Immunsuppression, Herzinsuffizienz, Schwangere)
Dosierung
Therapie: 75mg p.o. 1-0-1 (5 Tage)
Prophylaxe: 75mg p.o. 1-0-0 (10 Tage)
Nebenwirkungen
Sehr häufig (2)
— ≥ 1/10
Kopfschmerzen, Übelkeit
Häufig (19)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abgeschlagenheit, Bauchschmerzen, Benommenheit, Bronchitis, Dyspepsie, Erbrechen, Fieber, Gliederschmerzen, Halsentzündung, Herpes simplex, Husten, Infektionen der oberen Atemwege, Nasopharyngitis, Rhinorrhö, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Schwindel, Sinusitis
Gelegentlich (9)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Ausschlag, Dermatitis, Ekzem, Erhöhte Leberenzyme, Kardiale Arrhythmien, Krampfanfälle, Urtikaria, Veränderter Bewusstseinsgrad, Überempfindlichkeitsreaktion
Selten (22)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Agitation, Albträume, Anaphylaktische Reaktionen, Anaphylaktoide Reaktionen, Angioneurotisches Ödem, Angst, Anormales Verhalten, Delirium, Erythema multiforme, Fulminante Hepatitis, Gastrointestinale Blutungen, Halluzinationen, Hepatitis, Hämorrhagische Colitis, Leberversagen, Sehstörungen, Selbstverletzung, Stevens-Johnson-Syndrom, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse, Verwirrtheit, Wahnvorstellungen
Kontraindikationen
keine absolute KI bekannt
Wechselwirkungen
Probenecid (Spiegel↑ — klinisch nicht relevant); kaum relevante Interaktionen
Wirkungsmechanismus
Neuraminidase-Inhibitor (Influenza A+B); verhindert Freisetzung neuer Viruspartikel aus infizierten Zellen → Ausbreitung↓
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Therapie:
GFR 60-30: 30mg 1-0-1
GFR 30-10: 30mg 1-0-0
GFR <10: nicht empfohlen
Prophylaxe:
GFR 60-30: 30mg 1-0-0
GFR 30-10: 30mg 1-0-0 jeden 2. Tag
GFR <10: nicht empfohlen
Schwangerschaft & Stillzeit
Influenza selbst erhöht das Risiko für Komplikationen/Fehlbildungen. Umfangreiche Daten (>1000 Expositionen im 1. Trimenon) ohne teratogene oder fetotoxische Signale — Einnahme bei Bedarf vertretbar, keine Dosisanpassung. Stillzeit: nur geringe, subtherapeutische Mengen in der Muttermilch — bei klarem Nutzen vertretbar.
Halbwertszeit
aktiver Metabolit Oseltamivircarboxylat: 6–10 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.