Orales Eisen (Tardyferon)
Tardyferon®
Supplemente & Vitamine
Supplement
Indikation
Eisenmangelanämie (leicht bis mittelgradig), Prophylaxe in Schwangerschaft
Dosierung
100–200mg Eisen(II)/d p.o. nüchtern oder mit Vitamin C; Tardyferon: 1 Tbl. 1-0-1
Nebenwirkungen
Häufig (6)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominale Blähungen, Abdominale Schmerzen, Diarrhoe, Obstipation, Verfärbung des Stuhles, Übelkeit
Gelegentlich (7)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abnormaler Stuhl, Dyspepsie, Erbrechen, Erythematöser Ausschlag, Gastritis, Juckreiz, Kehlkopfödem
Nicht bekannt (15)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Bronchostenose, Erosive Gastritis, Gastrointestinale Melanose, Lungengranulom, Lungennekrose, Magenblutung, Magenulcus, Magenulcusblutung, Mundulzera, Pharyngeale Ulzeration, Urtikaria, Zahnverfärbungen, Ösophageale Läsion, Ösophageale Ulzeration, Überempfindlichkeit
Kontraindikationen
Eisenüberladung (Hämochromatose), hämolytische/sideroachrestische Anämie mit Eisenüberladung, Eisenverwertungsstörungen, Anämie ohne Eisenmangel, Kinder <10 Jahren, Überempfindlichkeit.
Wechselwirkungen
Antazida, PPI, Kalzium, Tetracycline, Fluorchinolone: Resorption↓ (2h Abstand). Vitamin C: Resorption↑
Wirkungsmechanismus
Zweiwertiges Eisen (Fe2+) — direkte intestinale Resorption über DMT1-Transporter → Hämoglobinsynthese↑
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Anpassung nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
In Schwangerschaft und Stillzeit bei klinischer Notwendigkeit anwendbar; umfangreiche Daten (>1000 Schwangere) ohne Hinweis auf Fehlbildungen. Bei erhöhtem Bedarf nicht über längere Zeit in hoher Dosis (2× tgl.) einnehmen. Stillzeit: geht in die Muttermilch über, bei therapeutischer Dosis keine Effekte für den Säugling erwartet.
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.