Ondansetron
OndansanOndansan i.v.Ondansetron®Zofran ZydisZofran®
Antiemetika
Antiemetikum
Indikation
Chemotherapie-induzierte Übelkeit/Erbrechen (CINV), postoperative Übelkeit (PONV), Strahlentherapie-induzierte Übelkeit
Dosierung
4–8mg p.o./i.v.
max. 24mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1)
— ≥ 1/10
Kopfschmerzen
Häufig (3)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Flush, Obstipation, Wärmegefühl oder Hitzewallungen
Gelegentlich (8)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Arrhythmie, Asymptomatische Erhöhung der Leberfunktionswerte, Blutdruckabfall, Bradykardie, Brustschmerz mit oder ohne ST-Streckensenkung im EKG, Krämpfe, Schluckauf, Störung im Bewegungsablauf einschließlich extrapyramidaler Symptome
Selten (4)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Schwindel, Verlängerung des QT-Intervalls einschließlich Torsade de Pointes, Vorübergehende Sehstörungen, Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp einschließlich Anaphylaxie
Sehr selten (2)
— < 1/10.000
Toxischer Hautausschlag einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse, Vorübergehende Blindheit
Nicht bekannt (2)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mundtrockenheit, Myokardiale Ischämie
Kontraindikationen
QT-Verlängerung, angeborenes Long-QT-Syndrom; i.v. >32mg/d kontraindiziert
Wechselwirkungen
QT-verlängernde Substanzen: Risiko↑. Tramadol: Wirkung↓ (5-HT3-Antagonismus)
Wirkungsmechanismus
5-HT3-Antagonist — blockiert Serotoninrezeptoren in GI-Trakt und ZNS → Hemmung des Brechreflexes; effektivstes Antiemetikum bei CINV
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Im 1. Trimenon nicht anwenden — eine Kohortenstudie (1,8 Mio. Schwangere) zeigte ein erhöhtes Risiko für Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (3 zusätzliche Fälle/10.000), Herzfehldaten sind widersprüchlich. Stillzeit: Übergang in die Muttermilch (im Tierversuch nachgewiesen) — nicht stillen.
Halbwertszeit
ca. 3–5 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 1,5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.