Omeprazol
AppizmitLosec®Omec HexalOmec®Omeprazol®
Protonenpumpeninhibitoren (PPI)
PPI
Indikation
Peptisches Ulkus, GERD, Zollinger-Ellison-Syndrom, NSAR-Gastroprotektion, H.-pylori-Eradikation
Dosierung
20–40mg 1x/d; H. pylori: 20mg 1-0-1
Nebenwirkungen
Häufig (7)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Bauchschmerzen, Blähungen, Drüsenpolypen des Fundus (gutartig), Durchfall, Kopfschmerzen, Verstopfung, Übelkeit/Erbrechen
Gelegentlich (13)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Dermatitis, Erhöhte Leberenzymwerte, Frakturen der Hüfte, des Handgelenks oder der Wirbelsäule, Hautausschlag, Juckreiz, Parästhesien, Periphere Ödeme, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schwindel, Unwohlsein, Urtikaria, Vertigo
Selten (22)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Akut generalisierendes pustulöses Exanthem (AGEP), Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Bronchospasmen, Depressionen, Erregungszustände, Gastrointestinale Candidiasis, Gelenkschmerzen, Geschmacksveränderungen, Haarausfall, Hepatitis mit und ohne Gelbsucht, Hyponatriämie, Leukopenie, Mundschleimhautentzündung, Mundtrockenheit, Muskelschmerzen, Photosensibilität, Thrombozytopenie, Tubulointerstitielle Nephritis, Vermehrtes Schwitzen, Verschwommensehen, Verwirrtheit, Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten (11)
— < 1/10.000
Aggressivität, Agranulozytose, Enzephalopathie bei vorbestehender Lebererkrankung, Erythema multiforme, Gynäkomastie, Halluzinationen, Leberversagen, Muskelschwäche, Panzytopenie, Stevens-Johnson-Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse
Nicht bekannt (5)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Hypokaliämie, Hypokalzämie, Hypomagnesiämie, Mikroskopische Kolitis, Subakuter kutaner Lupus erythematosus
Kontraindikationen
Gleichzeitig Clopidogrel (stattdessen Pantoprazol!)
Wechselwirkungen
Clopidogrel (CYP2C19-Hemmung, Wirkung↓ — Pantoprazol bevorzugen!); Methotrexat; Atazanavir (kontraindiziert); Diazepam, Phenytoin (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Protonenpumpenhemmer; irreversible Hemmung der H⁺/K⁺-ATPase (Protonenpumpe) der Belegzellen → HCl-Sekretion↓; Prodrug, Aktivierung im sauren Milieu
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
Drei prospektive Studien (>1000 Expositionen) ohne Hinweis auf unerwünschte Wirkungen auf Schwangerschaft oder Fötus/Neugeborenes — kann in der Schwangerschaft angewendet werden. Stillzeit: geht in die Muttermilch über, ein Einfluss auf das Kind ist in therapeutischen Dosen aber unwahrscheinlich.
Halbwertszeit
unter 1 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.