Olanzapin
AedonOlanzapin®OlazaxZalastaZYPADHERAZyprexa®
Psychiatrie – Antipsychotika & Anxiolytika
Atypisches Antipsychotikum
Indikation
Schizophrenie
bipolare Manie
Chemotherapie-induzierte Übelkeit
Dosierung
Schizophrenie:
Initial: 10mg/d
Manische Episoden:
Initial: 15mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (4)
— ≥ 1/10
Erhöhte Plasmaprolaktinspiegel, Gewichtszunahme, Orthostatische Hypotonie, Schläfrigkeit
Häufig (28)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Akathisie, Arthralgie, Asthenie, Ausschlag, Dyskinesie, Eosinophilie, Erektile Dysfunktion bei Männern, Erhöhte Cholesterinspiegel, Erhöhte Glukosespiegel, Erhöhte Triglyceridspiegel, Erhöhte alkalische Phosphatase-Werte, Erniedrigte Libido bei Männern und Frauen, Fieber, Glukosurie, Hohe Gamma-Glutamyltransferase-Werte, Hohe Harnsäure-Werte, Hohe Kreatinphosphokinase-Werte, Leichte vorübergehende anticholinerge Effekte, Leukopenie, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Neutropenie, Parkinsonismus, Schwindel, Verstopfung, Vorübergehende asymptomatische Erhöhungen der Lebertransaminasen, Zunahme des Appetits, Ödeme
Gelegentlich (30)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Alopezie, Amenorrhoe, Amnesie, Aufgeblähtes Abdomen, Blickkrämpfe, Bradykardie, Brustvergrößerung, Dysarthrie, Dystonie, Entwicklung oder Verschlechterung eines Diabetes, Erhöhtes Gesamtbilirubin, Galaktorrhoe bei Frauen, Gynäkomastie/Brustvergrößerung bei Männern, Harninkontinenz, Harnverhalt, Hypersalivation, Ketoacidose, Koma, Krampfanfälle, Lichtüberempfindlichkeitsreaktionen, Lungenembolien, Nasenbluten, QTc-Verlängerung, Restless-Legs-Syndrom, Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Stottern, Tardive Dyskinesie, Thromboembolien, Tiefe Venenthrombose, Überempfindlichkeit
Selten (10)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Absetzsymptome, Hepatitis, Hypothermie, Malignes neuroleptisches Syndrom, Pankreatitis, Plötzlicher Tod, Priapismus, Rhabdomyolyse, Thrombozytopenie, Ventrikuläre Tachykardie/Fibrillation
Nicht bekannt (2)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen, Arzneimittelinduzierter Hautausschlag mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
Kontraindikationen
Schwere Leberinsuffizienz, Engwinkelglaukom, Schwangerschaft (relativ)
Wechselwirkungen
Andere sedierende Substanzen: Sedierung↑. Fluvoxamin: Olanzapin-Spiegel↑ (CYP1A2). Rauchen: Spiegel↓
Wirkungsmechanismus
Atypisches Antipsychotikum — D2 + 5-HT2A + H1 + M1-Blockade → antipsychotisch + sedierend + antiemetisch; stärkstes Gewichtszunahme-Potenzial aller Atypika
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine hinreichenden Daten — nur anwenden, wenn der Nutzen das Risiko rechtfertigt. Im 3. Trimenon neonatale extrapyramidale/Absetzsymptome, Neugeborenes überwachen. Stillzeit: geht in die Muttermilch über (ca. 1,8 % der mütterlichen Dosis) — nicht stillen.
Halbwertszeit
Männer: ca. 32,3 h
Frauen: ca. 36,7 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 5–8 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.