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Nitrazepam

Mogadon
Schlaf & Sedierung
Benzodiazepin Hypnotikum
Indikation
Kurzzeitbehandlung von Schlafstörungen, wenn diese schwerwiegend, behindernd oder stark belastend sind.
Dosierung
5 mg abends unmittelbar vor dem Schlafengehen. Ältere/geschwächte Patienten: 2,5 mg. Kurzzeitanwendung, max. 4 Wochen inkl. Ausschleichen.
Nebenwirkungen
Häufig (13) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Anterograde Amnesie, Atemdepression, Depression, Diplopie, Emotionale Störungen, Harnretention, Kopfschmerzen, Muskelschwäche, Müdigkeit, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Vermehrte Bronchialsekretion, Verwirrtheitszustände
Gelegentlich (7) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Ataxie, Delirium, Gleichgewichtsstörungen, Hypokinesien, Kognitive Beeinträchtigung, Schlaflosigkeit, Tremor
Selten (34) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abdominelle Beschwerden, Abhängigkeit, Aggression, Agitiertheit, Agranulozytose, Allergische Hautreaktionen, Alpträume, Angst, Dermatitis, Drogenmissbrauch, Entzugssyndrom, Epilepsie, Erythema multiforme, Halluzinationen, Hautausschlag, Hypotension, Ikterus, Juckreiz, Leukopenie, Libidoveränderung, Muskelspasmen, Nausea, Psychosen, Rebound-Effekte, Reizbarkeit, Sehstörungen, Stevens-Johnson-Syndrom, Stimmungsänderung, Thrombozytopenie, Unruhe, Urtikaria, Vertigo, Wahn, Ärger
Sehr selten (2) — < 1/10.000
Anaphylaktische Reaktionen, Angioödem
Nicht bekannt (1) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Dysartrie
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Benzodiazepine, Myasthenia gravis, Schlafapnoe-Syndrom, schwere respiratorische Insuffizienz, schwere Leberinsuffizienz, akute Vergiftung mit ZNS-dämpfenden Stoffen/Alkohol; Kinder.
Wechselwirkungen
Verstärkte ZNS-Dämpfung mit Alkohol, Opioiden (Atemdepression, Koma, Tod), Antipsychotika, Antidepressiva, Antihistaminika, Antikonvulsiva. CYP3A4-Inhibitoren (Azole, Makrolide) erhöhen den Spiegel.
Wirkungsmechanismus
Benzodiazepin; verstärkt als GABA-A-Rezeptor-Agonist die inhibitorische Wirkung von GABA (Chloridkanal) → sedierend, hypnotisch, anxiolytisch, muskelrelaxierend und antikonvulsiv.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei eingeschränkter Nierenfunktion Dosis reduzieren; vorsichtige Anwendung.
Schwangerschaft & Stillzeit
In der Schwangerschaft möglichst meiden; im 1. Trimenon Hinweise auf erhöhtes Risiko für Gaumenspalten, bei Anwendung spät in der Schwangerschaft neonatale Hypotonie, Hypothermie, Atemdepression und Entzugssymptome möglich. Stillzeit: geht in die Muttermilch über – abstillen bzw. meiden.
Halbwertszeit
ca. 30 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: innerhalb von 2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.