Moxonidin
Moxonibene
Kardiologie – weitere Substanzen
Antihypertensivum,Imidazolin-Agonist
Indikation
Essentielle (primäre) Hypertonie.
Dosierung
Start 0,2 mg morgens; ggf. nach 3 Wochen 0,4 mg (1–2 ED); max. 0,6 mg/Tag (auf 2 ED). Mittelschwere NI: Einzeldosis max. 0,2 mg, Tagesdosis max. 0,4 mg. Nicht abrupt absetzen – ausschleichen.
Nebenwirkungen
Sehr häufig (5)
— ≥ 1/10
Benommenheit, Kopfschmerzen, Mundtrockenheit, Schläfrigkeit, Schwindel
Häufig (12)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Diarrhoe, Dyspepsie, Erbrechen, Gestörte Denkprozesse, Hautausschlag, Obstipation, Pruritus, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Vasodilatation, Übelkeit
Gelegentlich (22)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angioödem, Angstgefühle, Appetitlosigkeit, Bradykardie, Depressionen, Gynäkomastie, Harninkontinenz, Harnverhalt, Hypotonie, Impotenz, Libidoverlust, Nackenschmerzen, Nervosität, Orthostatische Hypotonie, Parotisschmerz, Parästhesien der Extremitäten, Raynaud-Syndrom, Sedierung, Synkope, Tinnitus, Trockenes Jucken oder Brennen der Augen, Ödeme
Sehr selten (3)
— < 1/10.000
Cholestase, Hepatische Reaktionen, Hepatitis
Kontraindikationen
Sick-Sinus-Syndrom, SA-/AV-Block II./III. Grades, Bradykardie <50/min, schwere Herzinsuffizienz, Überempfindlichkeit.
Wechselwirkungen
Verstärkt andere Antihypertensiva; Sedativa/Alkohol verstärkt; trizyklische Antidepressiva können Wirkung abschwächen.
Wirkungsmechanismus
Zentraler Imidazolin-(I1-)Rezeptor-Agonist (auch alpha-2) → Senkung des Sympathikotonus → Abfall des peripheren Widerstands.
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Mittelschwere NI (GFR 30–60): Einzeldosis max. 0,2 mg, Tagesdosis max. 0,4 mg. Schwere NI (GFR <30): nicht empfohlen.
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine ausreichenden Daten; in der Schwangerschaft nur bei zwingender Indikation. Stillzeit nicht empfohlen (Übergang in die Muttermilch).
Halbwertszeit
2,2–2,3 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 30–180 min
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.