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Mirtazapin

MirtabeneMirtabene ratiopharm GmbHMirtazapin®Mirtel®
Psychiatrie – Antidepressiva
NaSSA
Indikation
Depression (Major Depression), v.a. mit Schlafstörungen, Appetit-/Gewichtsverlust, Angst – häufig bei älteren Patienten
Dosierung
Start 15 oder 30mg zur Nacht, Erhaltung 15–45mg/d; Wirkeintritt 1–2 Wochen; bei höherer Dosis oft WENIGER sedierend (Paradoxon); schrittweise absetzen
Nebenwirkungen
Sehr häufig (6) — ≥ 1/10
Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Sedierung, Trockener Mund, Verstärkter Appetit
Häufig (19) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Amnesie, Angst, Anormale Träume, Arthralgie, Diarrhoe, Erbrechen, Erschöpfung, Exanthem, Lethargie, Myalgie, Obstipation, Orthostatische Hypotonie, Periphere Ödeme, Rückenschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindel, Tremor, Verwirrtheit, Übelkeit
Gelegentlich (12) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Akathisie, Alpträume, Halluzinationen, Hyperkinesie, Hypotonie, Manie, Orale Hypästhesie, Parästhesie, Psychomotorische Unruhe, Restless legs, Synkope
Selten (4) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Aggression, Erhöhung der Serum-Transaminasen, Muskelzuckungen, Pankreatitis
Nicht bekannt (31) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Agranulozytose, Aplastische Anämie, Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Bullöse Dermatitis, Dysarthrie, Eosinophilie, Erhöhte Creatinkinase, Erythema multiforme, Galaktorrhoe, Generalisiertes Ödem, Granulozytopenie, Gynäkomastie, Harnverhalt, Hyperprolaktinämie, Hyponatriämie, Inadäquate ADH-Sekretion, Knochenmarkdepression, Krämpfe (Anfälle), Lokalisiertes Ödem, Orale Parästhesie, Priapismus, Rhabdomyolyse, Schlafwandeln, Serotonin-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Suizidale Gedanken, Suizidales Verhalten, Thrombozytopenie, Toxisch epidermale Nekrolyse, Vermehrter Speichelfluss, Ödeme im Mund
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; gleichzeitige MAO-Hemmer
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer (kontraindiziert); Alkohol/ZNS-Depressiva (Sedierung↑↑); serotonerge Substanzen (Serotoninsyndrom)
Wirkungsmechanismus
NaSSA; blockiert präsynaptische α2-Autorezeptoren → Noradrenalin- und Serotonin-Freisetzung↑; H1-Antagonismus → stark sedierend; 5-HT2/3-Blockade → kein Übelkeitsproblem
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Bei mäßiger–schwerer NI (CrCl <40) Clearance↓ → vorsichtig dosieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Begrenzte Daten ohne Hinweis auf erhöhtes Fehlbildungsrisiko — Anwendung nur mit Vorsicht; PPHN-Risiko nicht auszuschließen. Bei Anwendung bis zur Geburt Neugeborenes auf Absetzsymptome überwachen. Stillzeit: nur sehr geringer Milchübergang — Nutzen-Risiko-Entscheidung.
Halbwertszeit
ca. 20–40 h (gelegentlich bis 65 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 2 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.