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Midazolam

BUCCOLAMDormicumEpistatusOZASED
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Benzodiazepin
Indikation
Analgosedierung bei Eingriffen, Narkose-Prämedikation/-Einleitung, Intensivsedierung; Status epilepticus (leitliniengerecht, v.a. buccal/i.m. prähospital)
Dosierung
Analgosedierung Erwachsene <60J: 2–2,5mg i.v., titrieren mit 1mg (gesamt 3,5–7,5mg); >60J: 0,5–1mg. Status epilepticus: 10mg buccal/i.m. Wirkeintritt ~2 min
Nebenwirkungen
Nicht bekannt (65) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Abnormale Träume, Aggressionen, Agitiertheit, Albträume, Anaphylaktischer Schock, Angioödem, Angst, Anterograde Amnesie, Apnoe, Ataxie, Atemdepression, Atemstillstand, Bradykardie, Desorientierung, Dyspnoe, Emotionelle Störungen, Entzugserscheinungen, Entzugskrämpfe, Erbrechen, Erythem an der Injektionsstelle, Feindseligkeit, Halluzinationen, Hautausschlag, Herabgesetzte Aufmerksamkeit, Herzstillstand, Hyperaktivität, Hypotonie, Knochenbrüche, Kopfschmerzen, Kounis-Syndrom, Krämpfe bei Frühgeborenen und Neugeborenen, Körperliche Arzneimittelabhängigkeit, Laryngospasmus, Missbrauch, Mundtrockenheit, Muskeltremor, Müdigkeit, Nervosität, Obstipation, Paradoxe Reaktionen, Paroxysmale Erregung, Pruritus, Psychosen, Reizbarkeit, Ruhelosigkeit, Schluckauf, Schläfrigkeit, Schmerzen an der Injektionsstelle, Schwindel, Sedierung, Stimmungsschwankungen, Stürze, Thrombophlebitis, Thrombose, Tonisch/klonische Bewegungen, Tätlichkeiten, Unangemessenes Verhalten, Unwillkürliche Bewegungen, Urtikaria, Vasodilatation, Verwirrtheitszustände, Veränderte Libido, Wut, Übelkeit, Überempfindlichkeit
Kontraindikationen
Schwere Atemdepression/-insuffizienz, Schlafapnoe-Syndrom, Myasthenia gravis, akute Alkohol-/Hypnotika-Intoxikation, schwere Leberinsuffizienz
Wechselwirkungen
ZNS-Depressiva/Opioide/Alkohol (Atemdepression↑); CYP3A4-Hemmer (Azole, Makrolide → Spiegel↑); Antidot: Flumazenil
Wirkungsmechanismus
Kurzwirksamer Benzodiazepin-Agonist, positiv-allosterischer Modulator am GABA-A-Rezeptor → Sedierung, Anxiolyse, Antikonvulsion, anterograde Amnesie
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Vorsicht/Reduktion bei Niereninsuffizienz; Leber: reduzieren (verlängerte Wirkung)
Schwangerschaft & Stillzeit
Datenlage unzureichend; Tierversuch nicht teratogen, aber Fetotoxizität wie bei anderen Benzodiazepinen, im 1. Trimenon erhöhtes Missbildungsrisiko assoziiert. Nur wenn zwingend erforderlich; bei Kaiserschnitt/Geburtsnähe Risiko fürs Neugeborene (Sedierung, Atemdepression, Floppy-Infant). Stillzeit: geringer Milchübergang — 24 h Stillpause.
Halbwertszeit
1,5–2,5 h aktiver Metabolit 1’-Hydroxymidazolam: < 1 h
Wirkstoffpeak (tmax)
i.m.: innerhalb 30 min rektal: ca. 30 min
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.