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Metronidazol

Anaerobex®Metronidazol®Rozex
Antibiotika – Sonstige
Nitroimidazol
Indikation
Anaerobier-Infekte (Bauchraum, Genitale, HNO, Zahn); C.-difficile-Kolitis; Trichomoniasis; bakterielle Vaginose; Amöbiasis; Giardiasis (Lambliasis); H.-pylori-Eradikation; OP-Prophylaxe
Dosierung
Anaerobier: ~400–500mg 2–3x/d; Trichomoniasis/bakt. Vaginose: 2g einmalig oder 400mg 2x/d (5–7 Tage); zu/nach Mahlzeit; in der Regel max 10 Tage
Nebenwirkungen
Häufig (1) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Superinfektionen mit Pilzen und Bakterien
Gelegentlich (1) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Auftreten von dunklem Urin
Selten (4) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaktischer Schock, Anaphylaxie, EKG-Veränderungen wie Abflachung der T-Welle, Pseudomembranöse Kolitis
Sehr selten (28) — < 1/10.000
Abnorme Werte von Leberenzymen und Bilirubin, Agranulozytose, Allergische Hautreaktionen, Arthralgie, Ataxie, Benommenheit, Doppeltsehen, Dysarthrie, Enzephalopathie, Fieber, Gelbsucht, Granulozytopenie, Halluzinationen, Hepatitis, Kopfschmerzen, Krämpfe, Kurzsichtigkeit, Myalgie, Pankreatitis, Panzytopenie, Pruritus, Psychotische Störungen, Schwindel, Sehstörungen, Störungen von Sicht und Bewegung, Thrombozytopenie, Urtikaria, Verwirrtheitszustände
Nicht bekannt (36) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Angioödem, Anorexia, Aplastische Anämie, Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Aseptische Meningitis, Aufstoßen mit bitterer Geschmacksempfindung, Belegte Zunge, Blickkrampf, Depression, Durchfall, Dysphagie, Erbrechen, Erythema multiforme, Glossitis, Hörstörung, Hörverlust, Krampfanfälle, Leichte bis mittelschwere Überempfindlichkeitsreaktionen, Leukopenie, Magendrücken, Metallischer Geschmack, Myoklonie, Optikusneuropathie/Optikusneuritis, Pelziges Gefühl und Kribbeln in den Extremitäten, Periphere Neuropathie, Reizungen der Venenwand bis zur Thrombophlebitis, Schlaflosigkeit, Schläfrigkeit, Schmerzen, Schwächegefühl, Stevens-Johnson-Syndrom (SJS), Stomatitis, Tinnitus, Toxische epidermale Nekrolyse (TEN), Übelkeit
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (5-Nitroimidazole); Vorsicht bei schweren Leistungsschäden/Blutbildstörungen/ZNS-Erkrankungen; Schwangerschaft (1. Trimenon) streng abwägen
Wechselwirkungen
Alkohol (Disulfiram-artige Reaktion – während & 48h danach meiden!); Warfarin (INR↑↑!); Lithium (Toxizität↑); Phenytoin (Spiegel variabel); Busulfan
Wirkungsmechanismus
Nitroimidazol; wird intrazellulär zu toxischen Radikalen reduziert → DNA-Strangbrüche → bakterizid; nur bei Anaerobiern/Protozoen aktiv
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Anpassung bei Niereninsuffizienz (HD: nach Dialyse)
Schwangerschaft & Stillzeit
Sicherheit nicht belegt, widersprüchliche Frühschwangerschaftsdaten. 1. Trimenon nur bei lebensbedrohlichen Infektionen, 2./3. Trimenon nur wenn Nutzen klar überwiegt. Stillzeit: Milchübergang — Stillen während und 2–3 Tage nach Behandlung unterbrechen.
Halbwertszeit
8 h (6–10 h)
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.