Metoprolol
Beloc®Metohexal retardMetoprolol®Seloken retard
Kardiologie – Betablocker & Calciumantagonisten
Betablocker
Indikation
Hypertonie, KHK, HRS, nach Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz
Dosierung
50mg 1-0-1
max. 200mg/d
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1)
— ≥ 1/10
Müdigkeit
Häufig (13)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Bauchschmerzen, Bradykardie, Diarrhoe, Dyspnoe bei Anstrengung, Hypotonie, Kopfschmerz, Kältegefühl in den Gliedmaßen, Obstipation, Orthostatische Hypotonie, Palpitationen, Raynaud-Syndrom, Schwindel, Übelkeit
Gelegentlich (20)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
AV-Block 1. Grades, Alpträume, Bronchospasmus, Brustschmerzen, Depressionen, Dystrophe Hautläsionen, Erbrechen, Gewichtszunahme, Kardiogener Schock bei akutem Myokardinfarkt, Konzentrationsstörungen, Muskelkrämpfe, Muskelschwäche, Parästhesien, Rash, Schlafstörungen, Schläfrigkeit, Verminderte Aufmerksamkeit, Verstärktes Schwitzen, Vorübergehende Verschlechterung einer Herzinsuffizienz, Ödeme
Selten (18)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abweichungen der Leberfunktionswerte, Alopezie, Arrhythmien, Erhöhung der Triglyzeride im Plasma, Erregungsleitungsstörungen, Impotenz, Konjunktivitis, Latenter Diabetes mellitus, Mundtrockenheit, Nervosität, Rhinitis, Sehstörungen, Sexuelle Dysfunktion, Trockene und/oder gereizte Augen, Verminderung des HDL-Cholesterins, Verschlechterung eines manifesten Diabetes mellitus, Verstärkung einer insulininduzierten Hypoglykämie, Ängstlichkeit
Sehr selten (17)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Amnesie, Arthralgien, Erhöhung des VLDL-Cholesterins, Gedächtnisschwäche, Geschmacksstörungen, Halluzinationen, Hepatitis, Hörstörungen, Lichtempfindlichkeitsreaktionen, Psoriasiforme Exantheme, Reversibler Hörverlust, Thrombozytopenie, Tinnitus, Verschlechterung oder Auslösung einer Psoriasis, Verstärkung bestehender peripherer Durchblutungsstörungen bis zur Gangrän, Verwirrtheit
Kontraindikationen
AV-Block Grad 2 oder 3, Bradykardie, Hypotonie, kardiogener Schock, metabolische Azidose, Sick Sinus Syndrom
Wechselwirkungen
CYP2D6-Hemmer: Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin (Spiegel↑↑!)
Wirkungsmechanismus
Selektiver β1-Adrenorezeptor-Antagonist → Herzfrequenz↓, Inotropie↓, Blutdruck↓, AV-Überleitung↓
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Dosisanpassung notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur wenn der Nutzen das Risiko überwiegt; verminderte Plazentadurchblutung (Fruchttod, Frühgeburt, Wachstumsstörungen), neonatale Bradykardie/Hypoglykämie. Möglichst 48–72 h vor Geburt absetzen, sonst Neugeborenes überwachen. Stillzeit: Milchkonzentration ~3-fach über Plasma — Säugling überwachen.
Halbwertszeit
ca. 3,5 h (1–9 h)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1,5–2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.