Methylprednisolon
AdvantanAvatop MilchMedrol®SkinatanUrbason®Urbason® solubile
Glukokortikoide
Glukokortikoid
Indikation
entzündliche und allergische Erkrankungen; Autoimmunerkrankungen; Asthma bronchiale/COPD-Exazerbation; rheumatische Erkrankungen; anaphylaktische Reaktionen; Organtransplantation (Immunsuppression); ZNS-Ödem
Dosierung
oral 4–48 mg/d je nach Indikation; hochdosiert i.v. (Urbason solubile) z.B. 250–1000 mg als Stoßtherapie; einschleichend beginnen, ausschleichend beenden; morgendliche Einmalgabe (zirkadian)
Nebenwirkungen
Gelegentlich (3)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Arzneimittelexanthem, Hautausschläge, Überempfindlichkeitsreaktionen
Sehr selten (11)
— < 1/10.000
Allergische Reaktionen, Amenorrhö, Epikardiale Lipomatose, Impotenz, Mediastinale Lipomatose, Reversible epidurale Lipomatose, Schwer verlaufende virale Infektionen, Schwächung der Immunabwehr, Störungen der Sexualhormonsekretion, Verstärkter Haarwuchs, Überempfindlichkeitsreaktionen bis zum Schock
Nicht bekannt (87)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute Myopathie, Antriebssteigerung, Appetitsteigerung, Aseptische Knochennekrosen, Atrophie der Haut, Atrophie der Nebennierenrinde, Begünstigung viraler, fungaler und bakterieller Entzündungen am Auge, Blutgefäßkrankheiten, Blutungen, Blutzuckeranstieg, Chorioretinopathie, Ekchymosen, Eosinopenie, Erhöhte Kapillarfragilität, Erhöhter Augeninnendruck, Erhöhter intrakranieller Druck mit Papillenödem, Erhöhtes Thromboserisiko, Erhöhung der Anfallsbereitschaft bei manifester Epilepsie, Erhöhung des Arterioskleroserisikos, Erhöhung von Leberenzymen, Euphorie, Exazerbation latenter Infektionen, Flächige Hautblutungen, Gereiztheit, Gewichtszunahme, Glaukom, Hirsutismus, Hypercholesterinämie, Hypertonie, Hypertriglyceridämie, Hypertrophe Kardiomyopathie bei Frühgeborenen, Inaktivität der Nebennierenrinde, Induktion eines Cushing-Syndroms, Katarakt insbesondere mit hinterer subkapsulärer Trübung, Kopfschmerzen, Leukozytose, Linsentrübungen, Lymphopenie, Magen-Darm-Ulzera, Manifestation einer latenten Epilepsie, Maskierung von Infektionen, Muskel- und Gelenkschmerzen bei zu rascher Dosisreduktion, Muskelatrophie, Muskelschwäche, Myasthenische Krise, Natriumretention mit Ödembildung, Oberbauchbeschwerden, Pankreatitis, Persönlichkeitsveränderungen, Petechien, Phäochromozytom-Krisen, Pneumatosis intestinalis, Polyglobulie, Psychische Störungen, Psychosen, Reversible Verschlechterung der Muskelschwäche bei Myasthenia gravis, Rosazeaartige (periorale) Dermatitis, Schlafstörungen, Schwere Depressionen, Schwindel, Sehnenruptur, Serum-Lipid-Veränderungen, Sklerodermie-Nierenkrise, Stammfettsucht, Steroidakne, Steroidentzugssyndrom, Steroidinduzierter Diabetes mellitus, Steroidosteoporose, Stimmungsschwankungen, Striae rubrae, Teleangiektasien, Thrombotische Ereignisse, Thrombozytopenie, Thrombozytoseneigung, Tumorlyse-Syndrom, Vaskulitis, Vermehrte Kaliumausscheidung, Verminderte Glukosetoleranz, Verschlechterung der Symptome bei Hornhautulcus, Verschwommenes Sehen, Verstärkte Lungenstauung bei Herzinsuffizienz, Verstärkter Eiweißabbau, Verzögerte Wundheilung, Vollmondgesicht, Wachstumshemmung bei Kindern, Zerebrale Konvulsionen, Änderung der Hautpigmentierung
Kontraindikationen
keine absolute KI bei vitaler/Notfallindikation; relativ: systemische Mykosen, akute Virusinfektionen, ~2 Wochen vor/nach Schutzimpfungen mit Lebendimpfstoffen
Wechselwirkungen
NSAR (GI-Ulzera↑↑); Rifampicin/Antiepileptika (Spiegel↓); Insulin/OAD (BZ↑); Diuretika/Laxanzien (Hypokaliämie↑); Antikoagulantien (Wirkung variabel); Ciclosporin (Spiegel beider↑)
Wirkungsmechanismus
Synthetisches Glukokortikoid; bindet den Glukokortikoidrezeptor → antiinflammatorisch, immunsuppressiv; sehr geringe Mineralokortikoid-Wirkung; ca. 5× stärker antiinflammatorisch als Cortisol
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz nötig
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung; im 1. Trimenon möglicherweise erhöhtes Risiko für Lippen-/Gaumenspalten, bei Langzeitbehandlung intrauterine Wachstumsstörungen und am Ende der Schwangerschaft fetale NNR-Atrophie möglich. Stillzeit: geht in geringen Mengen über (<1 % der mütterlichen Dosis); bei höheren Dosen oder Langzeitbehandlung Stillen vermeiden.
Halbwertszeit
ca. 2–3 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: innerhalb von 1,5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.