Metamizol
Metagelan®NovAkut®Novalgin®
Analgesie – Nichtopioidanalgetika
Indikation
Starke Schmerzen (v.a. Koliken, postoperativ), Tumorschmerzen, hohes Fieber wenn andere Maßnahmen versagen
Dosierung
500–1000mg p.o./i.v. alle 4–6h
max. 4g/d
i.v. langsam (RR-Abfall!)
Nebenwirkungen
Gelegentlich (3)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Fixes Arzneimittelexanthem, Hypotensive Reaktionen, harmlose Rotfärbung des Urins
Selten (4)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Bauchkrämpfe, Leukopenie, anaphylaktische Reaktion, Übelkeit
Sehr selten (6)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Analgetika-induziertes Asthma-Syndrom, Stevens-Johnson-Syndrom, Thrombozytopenie, akute Verschlechterung der Nierenfunktion, akute interstitielle Nephritis
Nicht bekannt (5)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Anaphylaktischer Schock, Aplastische Anämie, Kounis-Syndrom, Panzytopenie, gastrointestinale Blutungen
Kontraindikationen
Knochenmarksdepression, Schwangerschaft (3. Trimenon), Säuglinge <3 Monate, Aspirin-Asthma, Agranulozytose in der Vorgeschichte, G6PD-Mangel, akute hepatische Porphyrie
Wechselwirkungen
Methotrexat (Hämatotoxizität↑); Chlorpromazin (Hypothermie); Cyclosporin (Spiegel↓); Alkohol; orale Antikoagulantien (Wirkung↑); niedrig dos. ASS (Plättchenhemmung↓)
Wirkungsmechanismus
Hemmt zentrale und periphere COX; aktiviert deszendierende Schmerzhemmung; spasmolytisch über NO-cGMP-Weg → stark analgetisch, antipyretisch, spasmolytisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Mehrfache hohe Dosen sollten vermieden werden, bei kurzzeitiger Anwendung ist keine Dosisreduktion notwendig
Schwangerschaft & Stillzeit
1.+2. Trimenon nicht empfohlen (Einzeldosen im Ausnahmefall vertretbar, wenn keine Alternative); keine Hinweise auf Teratogenität im 1. Trimenon. 3. Trimenon kontraindiziert (Ductus-Konstriktion, fetale Nierenfunktion). Stillzeit: wiederholte Anwendung vermeiden; nach Einzeldosis 48 h Milch verwerfen.
Halbwertszeit
aktiver Metabolit MAA: ca. 2,7 h
aktiver Metabolit AA: ca. 3,7 h
Wirkstoffpeak (tmax)
i.m. (aktiver Metabolit MAA): ca. 1,7 h
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Zuletzt aktualisiert: 07.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.