Mesalazin
AzzavixMesagranPentasa®Salofalk®Yaldigo
Gastroenterologie & Leber
5-ASA
Indikation
Colitis ulcerosa (Induktion und Erhaltung der Remission), Morbus Crohn (Kolon-Befall)
Dosierung
Akut: 3-4g/d
Erhaltung: 1,5–2g/d
Nebenwirkungen
Häufig (12)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominalschmerzen, Analbeschwerden und Reizungen an der Applikationsstelle, Ausschlag, Diarrhoe, Erbrechen, Erythematöser Hautausschlag, Flatulenz, Gefühl einer unvollständigen Defäkation (Tenesmus), Juckreiz, Kopfschmerzen, Nausea, Urtikaria
Selten (6)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Akute Pankreatitis, Erhöhte Amylasewerte, Lichtempfindlichkeit, Myokarditis, Perikarditis, Schwindel
Sehr selten (51)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Akute Niereninsuffizienz, Akute interstitielle Nephritis, Alkalische Phosphatase erhöht, Allergische Alveolitis, Allergische Dermatitis, Allergische und fibrotische Lungenreaktionen, Anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Anämie, Aplastische Anämie, Arthralgie, Arzneimittelfieber, Ausgedehnte Colitis (Pancolitis), Bilirubin erhöht, Bronchospasmus, Cholestatische Hepatitis, Chronische Niereninsuffizienz, Chronische interstitielle Nephritis, Dyspnoe, Eosinophilie, Erhöhte Cholestaseparameter, Erhöhte Transaminase-Werte, Erythema multiforme, Gamma-Glutamyltransferase erhöht, Granulozytopenie, Hepatitis, Hepatotoxizität, Husten, Idiopathische intrakranielle Hypertonie, Interstitielle Lungenerkrankung, Leberversagen, Leukopenie, Lungeninfiltration, Lupus erythematodes-ähnliches Syndrom, Myalgie, Nephrotisches Syndrom, Neutropenie, Nierenfunktionsstörung, Panzytopenie, Perikarderguss, Periphere Neuropathie, Pneumonitis, Pulmonale Eosinophilie, Reversible Alopezie, Reversible Oligospermie, Thrombozytopenie, Verfärbung des Urins, Verändertes Blutbild, Zirrhose, Überempfindlichkeitsreaktion
Nicht bekannt (4)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
DRESS-Syndrom, Nephrolithiasis, Stevens-Johnson-Syndrom, Toxische epidermale Nekrolyse
Kontraindikationen
Schwere Nierenfunktionsstörung, Salicylat-Allergie
Wechselwirkungen
Azathioprin, 6-Mercaptopurin (Toxizität↑!); Lactulose (Freisetzung↓); Warfarin; nephrotoxische Substanzen (additiv)
Wirkungsmechanismus
5-Aminosalicylsäure; lokale COX- und Lipoxygenase-Hemmung in der Darmschleimhaut → Prostaglandin- und Leukotrien-Synthese↓ → Entzündung↓; topisch wirksam
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR <15: kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine ausreichenden Daten, begrenzte Erfahrung ohne Hinweis auf negative Auswirkungen; nur anwenden, wenn der Nutzen das Risiko übersteigt (Einzelfall neonatales Nierenversagen unter Hochdosis-Langzeit). Stillzeit: geht in geringen Mengen über — nur wenn Nutzen überwiegt; bei Durchfall des Säuglings abstillen.
Halbwertszeit
ca. 40 min
Wirkstoffpeak (tmax)
oral retardiert: 5 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.