Meropenem
Meronem®Merrem®
Antibiotika – Carbapeneme
β-Lactam
Indikation
Schwere nosokomiale Infekte, Sepsis, komplizierte intraabdominelle Infekte, Meningitis, multiresistente Erreger
Dosierung
1g i.v. 1-1-1 (schwere Pneumonie, komplizierte Infektionen der Nieren und ableitenden Harnwege, komplizierte intraabdominelle Infektionen, komplizierte Haut- und Weichteilinfektionen, neutropenes Fieber)
2g i.v. 1-1-1 (bronchopulmonale Infektionen bei zystischer Fibrose, akute bakterielle Meningitis)
Nebenwirkungen
Häufig (13)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anstieg der Laktatdehydrogenase im Blut, Anstieg der Transaminasen, Anstieg der alkalischen Phosphatase im Blut, Ausschlag, Bauchschmerzen, Durchfall, Entzündung, Erbrechen, Juckreiz (Pruritus), Kopfschmerzen, Schmerzen, Thrombozythämie, Übelkeit
Gelegentlich (22)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agranulozytose, Anaphylaxie, Angioödem, Anstieg des Bilirubinwertes im Blut, Anstieg des Blut-Harnstoffs, Anstieg des Serum-Kreatinins, Antibiotika-assoziierte Kolitis, Arzneimittelbedingter Leberschaden, Eosinophilie, Erythema multiforme, Hypokaliämie, Hämolytische Anämie, Leukopenie, Neutropenie, Orale und vaginale Candidosen, Parästhesien, Schmerzen an der Injektionsstelle, Stevens-Johnson-Syndrom, Thrombophlebitis, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse, Urtikaria
Selten (2)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Delirium, Krampfanfälle
Nicht bekannt (2)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP), Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
Kontraindikationen
Carbapenem-Allergie; Kreuzallergie mit Penicillinen ~1%
Wechselwirkungen
Valproat (Spiegel↓↓, Anfallsgefahr!); Probenecid (Spiegel↑)
Wirkungsmechanismus
Carbapenem hemmt alle PBPs → Zellwandsynthese↓; stabiler als Imipenem gegen Dehydropeptidase I; Aktivität gegen Pseudomonas und ESBL
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR 50-25: 1 Dosiseinheit alle 12h
GFR <25: 1/2 Dosiseinheit alle 12h
Dosis basierend auf einer "Dosierungseinheit" von 1g oder 2g - siehe oben Dosierung
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine bzw. begrenzte Daten, Tierversuch ohne Reproduktionstoxizität. Als Vorsichtsmaßnahme in der Schwangerschaft verzichten. Stillzeit: kleine Mengen im Milchübergang — nicht anwenden, außer der Nutzen rechtfertigt das Risiko.
Halbwertszeit
ca. 1 h
Wirkstoffpeak (tmax)
i.v.: nach Infusion über 30 min
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.