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Memantin

AlsemoraAxuraEbixaMarixinoMemolanNemdatine
Neurologie – Parkinson & Demenz
NMDA-Antagonist, Antidementivum
Indikation
Moderate bis schwere Alzheimer-Demenz (MMSE ≤ 14)
Dosierung
Einschleichend über 3 Wochen: 5 mg → 10 mg → 15 mg → 20 mg/d; Erhaltungsdosis 20 mg 1×/d
Nebenwirkungen
Häufig (9) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Arzneimittelüberempfindlichkeitsreaktionen, Dyspnoe, Erhöhte Leberfunktionswerte, Erhöhter Blutdruck, Gleichgewichtsstörungen, Kopfschmerzen, Schläfrigkeit, Schwindel, Verstopfung
Gelegentlich (8) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anomaler Gang, Erbrechen, Halluzinationen, Herzinsuffizienz, Müdigkeit, Pilzinfektionen, Venenthrombose/Thromboembolie, Verwirrtheit
Sehr selten (1) — < 1/10.000
Krampfanfälle
Nicht bekannt (6) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Depression, Hepatitis, Pankreatitis, Psychotische Reaktionen, Suizid, Suizidgedanken
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Memantin
Wechselwirkungen
Andere NMDA-Antagonisten (Amantadin, Ketamin, Dextromethorphan) vermeiden (pharmakotoxische Psychose); verstärkt L-Dopa/Dopaminagonisten/Anticholinergika; schwächt Barbiturate/Neuroleptika; Vorsicht mit oralen Antikoagulanzien (INR-Erhöhung möglich); HCT-Spiegel kann sinken
Wirkungsmechanismus
Spannungsabhängiger, nichtkompetitiver NMDA-Rezeptorantagonist mittlerer Affinität; moduliert pathologisch erhöhte Glutamat-Spiegel
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl 30–49: 10 mg/d (Steigerung auf 20 mg möglich); CrCl 5–29: max. 10 mg/d; CrCl >50: keine Anpassung
Schwangerschaft & Stillzeit
Kontraindiziert in der Schwangerschaft (tierexperimentell vermindertes intrauterines Wachstum). Stillen unter Memantin nicht erlaubt (lipophil, Übergang in Muttermilch anzunehmen).
Halbwertszeit
60–100 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 3–8 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.