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Lithium

Biochemie nach Dr. Schüßler - Nr.16 Lithium chloratum D12
Psychiatrie – Antidepressiva
Stimmungsstabilisierer
Indikation
Phasenprophylaxe bipolare Störung (Manie + Depression, auch schizoaffektiv); Rezidivprophylaxe Major Depression; akute Manie (± Neuroleptika); therapieresistente Depression (Augmentation); Cluster-Kopfschmerz
Dosierung
Individuell nach Serumspiegel; Ziel 0,6–0,8 mmol/l (Prophylaxe), 0,8–1,2 mmol/l (akute Manie); Spiegel 12h nach letzter Gabe; engmaschiges TDM
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1) — ≥ 1/10
Hyperkalzämie
Häufig (1) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Gewichtszunahme
Nicht bekannt (76) — auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Akne, Alopezie, Amnesie, Andere Formen einer Überempfindlichkeit, Angioödeme, Anorexie, Arrhythmien, Arthralgie, Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Ataxie, Bradykardie, Brugada-Syndrom, Choreoathetotische Bewegungen, Drehschwindel, Ductus Bellini-Karzinome der Niere, Durchfall, Dysgeusie, Eingeschränkte Nierenfunktion, Entzugssyndrom bei Neugeborenen, Erbrechen, Euthyreote Struma, Exazerbationen einer Psoriasis, Extrapyramidale Symptome, Exzessive Speichelproduktion, Faszikulationen, Feinschlägiger Tremor, Follikulitiden, Gastritis, Halluzinationen, Harninkontinenz, Histologische Veränderungen des Nierengewebes, Hyperaktive tiefe Sehnenreflexe, Hyperglykämie, Hyperparathyreoidismus, Hyperthyreose, Hypothyreose, Hypotonie, Impotenz, Klonische Bewegungen der Extremitäten, Koma, Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Leukozytose, Lichenoide Arzneimittelreaktion, Mikrozysten der Niere, Myalgie, Myasthenia gravis, Nebenschilddrüsenadenom, Nebenschilddrüsenhyperplasie, Nystagmus, Onkozytome der Niere, Periphere Neuropathie, Peripherer Kreislaufkollaps, Polydipsie, Polyurie, Pruritus, Pseudotumor cerebri, Rash, Raynaud Syndrom, Reversible Abflachung und Inversion der T-Welle, Schwindel, Sexuelle Dysfunktion, Sinusknoten-Dysfunktion, Skotome, Somnolenz, Stupor, Symptome eines nephrogenen Diabetes insipidus, Tremor, Trockener Mund, Tubulointerstitielle Nephropathie, Verminderte Nervenleitgeschwindigkeit, Verschwommenes Sehen, Verwaschene Sprache, Zuckungen, Ödeme, Übelkeit
Kontraindikationen
Akutes Nierenversagen/schwere NI; akuter Herzinfarkt; schwere Elektrolytstörungen (Natrium); Morbus Addison; kochsalzarme Diät; Schwangerschaft (1. Trimenon – Ebstein-Anomalie); Stillzeit
Wechselwirkungen
NSAR: Lithiumspiegel↑↑ (cave Intoxikation); ACE-Hemmer/Sartane: Spiegel↑; Thiazide: Spiegel↑; Neuroleptika (z.B. Haloperidol): Neurotoxizität↑; serotonerge Substanzen (Serotoninsyndrom)
Wirkungsmechanismus
Genauer Mechanismus unklar – Hemmung der Inositolmonophosphatase → Second-Messenger-Modulation; neuroprotektive Effekte, Modulation von Serotonin- und Dopaminsystem
Dosierung bei Niereninsuffizienz
NI: Spiegel↑ → Dosis reduzieren, engmaschiges TDM; bei schwerer NI meiden/kontraindiziert
Schwangerschaft & Stillzeit
Nicht in der Schwangerschaft anwenden — erhöhtes Risiko kardialer Fehlbildungen (Ebstein-Anomalie). Vorher Schwangerschaft ausschließen, sichere Kontrazeption. Stillzeit: Milchübergang — erste 2 Wochen Milch abpumpen/verwerfen, Säugling auf Vergiftungszeichen überwachen; Nutzen-Risiko-Abwägung.
Wirkstoffpeak (tmax)
i.v. (Bolus): während des First-Pass durch die Zirkulation
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.