Lisinopril
Acemin®AcetanLisinostad
Kardiologie – ACE-Hemmer & Sartane
ACE-Hemmer
Indikation
Hypertonie, symptomatische Herzinsuffizienz, akuter Myokardinfarkt (hämodynamisch stabil, ≤24 h), diabetische Nephropathie bei Typ-2-Diabetes
Dosierung
Hypertonie: Start 10 mg 1×/Tag, Erhaltung 20 mg, max. 40 mg. Herzinsuffizienz: Start 2,5 mg, langsam auf max. 35 mg. Tägliche Einmaldosis
Nebenwirkungen
Häufig (7)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Durchfall, Erbrechen, Husten, Kopfschmerz, Nierenfunktionsstörungen, Orthostatische Wirkungen einschließlich Hypotonie, Schwindel
Gelegentlich (22)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anstieg der Leberenzyme, Anstieg des Blutharnstoffs, Anstieg des Serumkreatinins, Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen, Drehschwindel, Hautausschlag, Herzinfarkt, Herzklopfen, Hyperkaliämie, Impotenz, Müdigkeit, Parästhesie, Pruritus, Raynaud-Syndrom, Rhinitis, Schlafstörungen, Schwäche, Stimmungsschwankungen, Tachykardie, Veränderungen des Geschmackssinns, Zerebrovaskuläres Ereignis, Übelkeit
Selten (15)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Akutes Nierenversagen, Allergische/angioneurotische Ödeme, Alopezie, Anstieg des Serumbilirubins, Geistige Verwirrung, Gynäkomastie, Hyponatriämie, Mundtrockenheit, Psoriasis, Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion, Urtikaria, Urämie, Verminderung des Hämatokrits, Verminderung des Hämoglobins, Veränderungen des Geruchssinns
Sehr selten (25)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Allergische Alveolitis/eosinophile Pneumonie, Anämie, Autoimmunerkrankung, Bronchospasmen, Erythema multiforme, Gelbsucht, Hepatitis (hepatozellulär oder cholestatisch), Hypoglykämie, Hämolytische Anämie, Intestinales angioneurotisches Ödem, Knochenmarksdepression, Kutanes Pseudolymphom, Leberinsuffizienz, Leukopenie, Lymphadenopathie, Neutropenie, Oligurie/Anurie, Pankreatitis, Pemphigus, Schwitzen, Sinusitis, Stevens-Johnson-Syndrom, Thrombozytopenie, Toxische epidermale Nekrolyse
Nicht bekannt (2)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Depressionen, Synkopen
Kontraindikationen
ACE-Hemmer-Allergie, Angioödem in Anamnese, 2./3. Trimenon; Kombination mit Sacubitril/Valsartan oder (bei Diabetes+NI) Aliskiren
Wechselwirkungen
Kalium↑ (kaliumsparende Diuretika, Kalium, Trimethoprim, ARB); Lithium (Toxizität↑); NSAR (Nierenfunktion↓, Wirkung↓); Diuretika (Hypotonie↑); Antidiabetika (Hypoglykämie↑)
Wirkungsmechanismus
ACE-Hemmer; blockiert Angiotensin I → II → Vasodilatation, Aldosteron↓ (→ Kalium↑). Reduziert Vor- und Nachlast
Dosierung bei Niereninsuffizienz
CrCl 31–80: Start 5–10 mg. CrCl 10–30: Start 2,5–5 mg. CrCl <10/Dialyse: Start 2,5 mg. Titration nach RR, max. 40 mg. Dialysierbar; Kalium & Krea überwachen
Schwangerschaft & Stillzeit
1. Trimenon nicht empfohlen (mögl. Teratogenität), 2./3. Trimenon kontraindiziert (Fetotoxizität: Niere, Oligohydramnion, Schädelossifikation). Bei Kinderwunsch umstellen. Stillzeit: nicht empfohlen
Halbwertszeit
12,6 h (effektive Akkumulationshalbwertszeit)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: ca. 7 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.