Linezolid
IlenozydLinezolid®Zyvoxid®
Antibiotika – Lincosamide & Oxazolidinone
Oxazolidinon
Indikation
Ambulant erworbene & nosokomiale Pneumonie sowie schwere Haut-/Weichteilinfekte durch grampositive Erreger (MRSA, VRE); nur bei nachgewiesener/vermuteter Empfindlichkeit, Klinik-Setting
Dosierung
600mg 2x/d (p.o. = i.v., Bioverfügbarkeit ~100%); 10–14 Tage; max 28 Tage (Toxizität!)
Nebenwirkungen
Häufig (44)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abnahme der Erythrozyten, Abnahme von Albumin, Abnahme von Gesamtprotein, Abnahme von Hämatokrit, Abnahme von Hämoglobin, Abnahme von Kalzium, Abnahme von Natrium, Anstieg der Amylase, Anstieg der Eosinophilen, Anstieg der Kreatinkinase, Anstieg der Lipase, Anstieg der Neutrophilen, Anstieg des postprandialen Glucosespiegels, Anstieg oder Abnahme der Leukozyten, Anstieg oder Abnahme der Thrombozyten, Anstieg oder Abnahme von Bicarbonat, Anstieg oder Abnahme von Kalium, Anstieg von LDH, Anämie, Candidiasis, Diarrhoe, Dyspepsie, Erbrechen, Erhöhte ALT, Erhöhte AST, Erhöhte Blutharnstoffwerte, Erhöhte alkalische Phosphatase, Fieber, Geschmacksstörungen (metallischer Geschmack), Hautausschlag, Hypertonie, Kopfschmerzen, Lokalisierte Schmerzen, Lokalisierte oder allgemeine Abdominalschmerzen, Mykosen, Obstipation, Orale Candidiasis, Pruritus, Schlaflosigkeit, Schwindel, Thrombozytopenie, Vaginale Candidiasis, Veränderte Leberfunktionstests, Übelkeit
Gelegentlich (46)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Abnahme der Neutrophilen, Abnahme des postprandialen Glucosespiegels, Angioödem, Anstieg der Retikulozytenzahl, Anstieg oder Abnahme des Chloridspiegels, Anstieg von Kalzium, Anstieg von Natrium, Antibiotikaassoziierte Kolitis einschließlich pseudomembranöser Kolitis, Arrhythmie (Tachykardie), Aufgetriebener Bauch, Bullöse Dermatitis, Dermatitis, Diaphorese, Eosinophilie, Erhöhte Kreatininwerte, Erhöhtes Gesamtbilirubin, Gastritis, Glossitis, Hypoglykämie, Hyponatriämie, Hypoästhesie, Krampfanfälle, Leukopenie, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Neutropenie, Nierenversagen, Optische Neuropathie, Pankreatitis, Panzytopenie, Parästhesie, Periphere Neuropathie, Phlebitis, Polyurie, Schüttelfrost, Stomatitis, Thrombophlebitis, Tinnitus, Transiente ischämische Attacken, Urtikaria, Vaginitis, Vermehrter Durst, Verschwommenes Sehen, Vulvovaginale Störungen, Weicher Stuhl, Zungenverfärbung oder -veränderung
Selten (10)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Anaphylaxie, Gesichtsfeldausfälle, Hypersensitivitäts-Vaskulitis, Laktatazidose, Rhabdomyolyse, Schwarze Haarzunge, Sideroblastische Anämie, Stevens-Johnson-Syndrom, Superfizielle Zahnverfärbungen, Toxische epidermale Nekrolyse
Nicht bekannt (7)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Alopezie, Myelosuppression, Optische Neuritis, Serotonin-Syndrom, Verlust der Sehfähigkeit, Veränderungen der Sehschärfe, Veränderungen des Farbsehens
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit; MAO-Hemmer (aktuell/innerhalb 2 Wochen); ohne Blutdruckkontrolle nicht bei: unkontrollierter Hypertonie, Phäochromozytom, Karzinoid, Thyreotoxikose, bipolarer/schizoaffektiver Störung
Wechselwirkungen
SSRI/SNRI/TZA/Tramadol/Triptane (Serotoninsyndrom!); tyraminreiche Lebensmittel (hypertensive Krise!); adrenerge/serotonerge Substanzen (Sympathomimetika)
Wirkungsmechanismus
Oxazolidinon; bindet 50S-Ribosomenuntereinheit (23S-rRNA) → hemmt Initiationskomplex-Bildung → Proteinbiosynthese↓; bakteriostatisch; wirksam gegen MRSA/VRE
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine Anpassung; bei schwerer NI (CrCl <30) Vorsicht (Metaboliten-Akkumulation); HD: nach Dialyse geben
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur begrenzte Daten bei Schwangeren; im Tierversuch Reproduktionstoxizität (Embryoletalität, reduziertes fetales Körpergewicht, Reifungsverzögerung), ein Risiko für den Menschen ist möglich. Nicht anwenden, es sei denn, es ist eindeutig notwendig und der erwartete Nutzen überwiegt das theoretische Risiko. Stillzeit: Tierdaten deuten auf Übergang in die Muttermilch hin — Stillen vor Therapiebeginn beenden und während der Behandlung nicht stillen.
Halbwertszeit
ca. 5–7 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: innerhalb 2 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.