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Lidocain

DynexanLidocoritOphtesicVersatisXylanaest®Xylocain®
Lokalanästhetika
Lokalanästhetikum (Amid)
Indikation
Lokal- und Regionalanästhesie (Infiltration, Leitung, Peridural, Oberfläche); ventrikuläre Arrhythmien (Antiarrhythmikum Klasse Ib, Reserve)
Dosierung
Konzentration/Menge je nach Technik; Höchstdosis ohne Vasokonstriktor ~3mg/kg (~200mg), mit Adrenalin ~7mg/kg (~500mg). Stets niedrigste wirksame Dosis
Nebenwirkungen
Häufig (10) — ≥ 1/100 bis < 1/10
Benommenheit, Bradykardie, Erbrechen, Hypertonie, Hypotonie, Nausea, Parästhesie, Schwindel, Tachykardie, Transitorisches Neurologisches Syndrom
Gelegentlich (10) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Anzeichen und Symptome einer ZNS-Toxizität, Dysarthrie, Hyperacusis, Konvulsionen, Parästhesia circumoralis, Sehstörungen, Taubheit der Zunge, Tinnitus, Tremor, ZNS-Depression
Selten (15) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Allergische Reaktionen, Anaphylaktischer Schock, Apnoe, Arachnoiditis, Atemdepression, Bronchospasmus, Cauda-equina-Syndrom, Doppeltsehen, Herzstillstand, Hörstörungen, Kardiale Arrhythmien, Larynxödem, Neuropathie, Periphere Nervenverletzung, Urtikaria
Sehr selten (2) — < 1/10.000
Maligne Hyperthermie, Neonatale Methämoglobinämie
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit (Amid-LA), schwere AV-/Reizleitungsstörungen (i.v. antiarrhythmisch), schwere Hypotonie/Hypovolämie; Vorsicht bei Leberinsuffizienz
Wechselwirkungen
Andere Antiarrhythmika/Betablocker (kardiale Depression↑); CYP-Hemmer (Cimetidin – Spiegel↑); andere LA (additive Toxizität)
Wirkungsmechanismus
Amid-Lokalanästhetikum; blockiert spannungsabhängige Na⁺-Kanäle → Hemmung der Erregungsleitung; schneller Wirkeintritt, mittlere Wirkdauer. Antidot bei Intox: Lipidemulsion
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Anpassung; bei schwerer NI Metaboliten-Akkumulation möglich
Schwangerschaft & Stillzeit
Nur anwenden, wenn unbedingt erforderlich; begrenzte Humandaten ohne Hinweis auf kongenitale Effekte, im Tierversuch reproduktionstoxisch. Plazentagängig — hohe Neugeborenen-Spiegel können ZNS-Dämpfung und Apgar-Senkung bewirken, in der Geburtshilfe nicht über 1 % und Epiduralanästhesie bei drohender/bestehender Blutung kontraindiziert. Stillzeit: nicht kontraindiziert — nur minimaler Milchübergang, in therapeutischen Dosen kein Risiko für das Kind.
Halbwertszeit
1,6 h
Wirkstoffpeak (tmax)
i.v. Bolus: unmittelbar i.m.: 5–15 min
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
⚠️ Haftungsausschluss: Alle Informationen auf AccessMed wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. Trotz sorgfältiger Recherche können Fehler, Unvollständigkeiten oder veraltete Angaben nicht ausgeschlossen werden. Die Inhalte ersetzen keine professionelle medizinische oder pharmazeutische Beratung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben wird keine Haftung übernommen. Im Zweifelsfall sind stets aktuelle Fachinformationen, Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.