Levodopa/Carbidopa
DuodopaHopledoLevoCar retardOnerjiPrecifitSinemet®
Neurologie – Parkinson & Demenz
Antiparkinsonmittel
Indikation
Morbus Parkinson
sekundäres Parkinson-Syndrom
Dosierung
Patienten die nicht mit Levodopa vorbehandelt sind:
Initial: 25/100mg 1-1-1
Bei Bedarf Steigerung alle 1-2 Tage um 1 Tablette
max. 8 Tabletten pro Tag
Patienten die bereits mit Levodopa vorbehandelt sind:
Die Gabe von Levodopa ist min. 12h (bzw. 24h bei Retard Präparaten) abzusetzen.
Die Dosis von ist so zu wählen, dass die Patienten ca 20% ihrer zuvor eingenommen Tagesdosis von Levodopa erhalten.
Für Patienten die bisher weniger als 1500mg Levodopa täglich erhalten haben, wird eine Anfangsdosis von 1 Tablette 25/100mg empfohlen, die je nach Bedarf 3-4xtgl eingenommen wird.
Für Patienten die bisher mehr als 1500mg Levodopa täglich erhalten haben, wird eine Anfangsdosis von 1 Tablette 25/250mg empfohlen, die je nach Bedarf 3-4xtgl eingenommen wird.
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1)
— ≥ 1/10
Harnwegsinfektionen
Häufig (1)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Anorexie
Gelegentlich (2)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Gewichtsabnahme, Gewichtszunahme
Selten (76)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Abnormer Gang, Abnormes Träumen, Agitation, Allgemeines Krankheitsgefühl, Angst, Asthenie, Ataxie, Benommenheit, Bewegungsstörungen, Bitterer Geschmack, Blickkrampf, Blähungen, Bradykinetische Episoden, Brennen auf der Zunge, Brustschmerzen, Demenz, Depression, Desorientierung, Doppeltsehen, Dunkel verfärbter Speichel, Dunkel verfärbter Urin, Dunkelverfärbter Schweiß, Durchfall, Dyskinesien, Dyspepsie, Dysphagie, Dystonie, Erbrechen, Erhöhter Tremor der Hand, Erweiterte Pupillen, Euphorie, Extrapyramidale Störungen, Gastrointestinale Schmerzen, Haarausfall, Halluzinationen, Hautausschlag, Hautrötung, Heiserkeit, Hitzewallungen, Hypertonie, Insomnie, Kardiale Störungen (Arrhythmien), Kopfschmerzen, Krampfanfälle, Leukopenie, Malignes Melanom, Mattigkeit, Muskelkrämpfe, Muskelzucken, Müdigkeit, Nächtliches Zähneknirschen, Orthostatische Regulationsstörungen, Palpitationen, Paranoide Wahnvorstellungen, Parästhesien, Pruritus, Psychotische Episoden, Schluckauf, Schwäche, Somnolenz, Synkopen, Taubheit, Thrombozytopenie, Trismus, Trockener Mund, Urtikaria, Vermehrte Stürze, Vermehrter Speichelfluss, Vermehrtes Schwitzen, Verminderte Gedächtnisleistung, Verschwommenes Sehen, Verstopfung, Verwirrtheit, Wahnvorstellungen, Ödeme, Übelkeit
Sehr selten (17)
— < 1/10.000
Agranulozytose, Aktivierung eines latenten Horner-Syndroms, Angioödem, Atemnot, Bizarre Atmungsmuster, Blepharospasmus, Chorea, Entwicklung eines Geschwürs im Dünndarm, Gastrointestinale Blutungen, Harninkontinenz, Harnretention, Hämolytische Anämie, Malignes neuroleptisches Syndrom, Nicht-hämolytische Anämie, Phlebitis, Priapismus, Purpura-Schönlein-Henoch
Nicht bekannt (7)
— auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Dopamin-Dysregulationssyndrom, Fressattacken, Hypersexualität, Kaufsucht, Spielsucht, Steigerung der Libido, Zwanghafte Essstörungen
Kontraindikationen
Engwinkelglaukom, MAO-Hemmer (Typ A), psychotische Erkrankungen (relativ)
Wechselwirkungen
MAO-Hemmer Typ A (hypertensive Krise — kontraindiziert!); Antipsychotika (Wirkung↓); Eisenpräparate (Resorption↓ — 2h Abstand); Metoclopramid (Wirkung↓)
Wirkungsmechanismus
Levodopa: Dopamin-Vorläufer, überquert Blut-Hirn-Schranke → wird zu Dopamin decarboxyliert → Dopaminmangel im Striatum↓. Carbidopa: peripherer Decarboxylase-Hemmer → verhindert periphere Umwandlung → mehr Levodopa erreicht ZNS
Dosierung bei Niereninsuffizienz
Keine spezifische Dosisanpassung bei Niereninsuffizienz; vorsichtig titrieren
Schwangerschaft & Stillzeit
Darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden; Frauen im gebärfähigen Alter müssen sicher verhüten. Beim Menschen kein Hinweis auf fruchtschädigende Wirkung, im Tierversuch speziesabhängig unterschiedliche Befunde. Stillzeit: Levodopa hemmt die Prolaktinausschüttung und damit die Laktation — bei erforderlicher Behandlung abstillen.
Halbwertszeit
Levodopa (mit Carbidopa): ca. 1,5 h
Carbidopa: ca. 2 h
Wirkstoffpeak (tmax)
Levodopa oral: ca. 30 min
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Leitlinien und medizinische Fachkräfte zu konsultieren.
Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.