Levetiracetam
Keppra®LevebonLevetiracetam®Matever
Akutmedizin / Notfallmedikamente
Antiepileptikum
Indikation
Status epilepticus (2. Wahl nach Benzos), fokale Epilepsie, Anfallsprophylaxe
Dosierung
Status Epilepticus: 1–3g i.v. als KI über 15 min
Dauertherapie: 500mg 1-0-1 (bis 3g/d)
Nebenwirkungen
Sehr häufig (3)
— ≥ 1/10
Kopfschmerzen, Nasopharyngitis, Somnolenz
Häufig (20)
— ≥ 1/100 bis < 1/10
Abdominalschmerzen, Angst, Anorexie, Asthenie/Müdigkeit, Depression, Diarrhoe, Drehschwindel, Dyspepsie, Erbrechen, Feindseligkeit/Aggression, Gleichgewichtsstörungen, Husten, Insomnie, Konvulsion, Lethargie, Nausea, Nervosität/Reizbarkeit, Rash, Schwindel, Tremor
Gelegentlich (28)
— ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Agitiertheit, Alopezie, Amnesie, Anormaler Leberfunktionstest, Anormales Verhalten, Aufmerksamkeitsstörungen, Beeinträchtigung des Gedächtnisses, Diplopie, Ekzem, Emotionale Labilität, Gewichtsverlust, Gewichtszunahme, Halluzination, Juckreiz, Konfusion, Koordinationsstörungen/Ataxie, Leukopenie, Muskelschwäche, Myalgie, Panikattacke, Parästhesie, Psychotische Störungen, Suizidale Gedanken, Suizidversuch, Thrombozytopenie, Verletzung, Verschwommenes Sehen, Wut
Selten (30)
— ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Agranulozytose, Akute Nierenschädigung, Anaphylaxie, Angioödem, Anormales Denken, Arzneimittelwirkung mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS), Choreoathetose, Delirium, Dyskinesie, Enzephalopathie, Erhöhte Kreatinphosphokinase im Blut, Erythema multiforme, Gangstörungen, Hepatitis, Hyperkinesie, Hyponatriämie, Infektion, Leberversagen, Malignes neuroleptisches Syndrom, Neutropenie, Pankreatitis, Panzytopenie, Persönlichkeitsstörungen, Rhabdomyolyse, Stevens-Johnson-Syndrom, Suizid, Toxische epidermale Nekrolyse, Verlängertes QT-Intervall im Elektrokardiogramm, Verschlechterung von Anfällen, Überempfindlichkeit
Sehr selten (1)
— < 1/10.000
Zwangsstörung
Kontraindikationen
Überempfindlichkeit gegen Levetiracetam oder andere Pyrrolidon-Derivate
Wechselwirkungen
Methotrexat (Ausscheidung↓); kaum CYP-Interaktionen (Vorteil!)
Wirkungsmechanismus
Bindet an synaptisches Vesikelprotein SV2A → hemmt Neurotransmitterfreisetzung und neuronale Übererregbarkeit → antiepileptisch
Dosierung bei Niereninsuffizienz
GFR > 80: 500-1500mg 1-0-1
GFR 50–80: 500-1000mg 1-0-1
GFR 30–50: 250-750 1-0-1
GFR<30: 250-500mg 1-0-1
HD: 500–1000mg 1-0-0
Schwangerschaft & Stillzeit
Keine hinreichenden Daten, im Tierversuch reproduktionstoxisch — nur bei klinischer Notwendigkeit nach sorgfältiger Abwägung in niedrigster wirksamer Dosis (Antiepileptika nicht abrupt absetzen; Spiegelabfall im 3. Trimenon, klinische Betreuung). Stillzeit: Milchübergang — Stillen nicht empfohlen, bei erforderlicher Behandlung Nutzen/Risiko abwägen.
Halbwertszeit
ca. 7 h
Wirkstoffpeak (tmax)
oral: 1,3 h
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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister
des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle
Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.