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Ivabradin

CorlentorIvabradin®Ivacorlan®
Kardiologie – weitere Substanzen
If-Blocker
Indikation
chron. Herzinsuffizienz (HFrEF, HR ≥75/min unter Betablocker oder wenn Betablocker nicht toleriert), stabile chron. KHK
Dosierung
Start: 5mg 1-0-1, Erhaltungsdosis: 7,5mg 1-0-1; Minimaldosis 2,5mg 1-0-1; HR-Ziel: 55–60/min
Nebenwirkungen
Sehr häufig (1) — ≥ 1/10
Lichtbedingte visuelle Symptome (Phosphene)
Häufig (8) — ≥ 1/100 bis < 1/10
AV-Block ersten Grades, Bradykardie, Kopfschmerz, Schwindel, Unkontrollierter Blutdruck, Ventrikuläre Extrasystolen, Verschwommenes Sehen, Vorhofflimmern
Gelegentlich (21) — ≥ 1/1.000 bis < 1/100
Angioödem, Asthenie, Ausschlag, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Diplopie, Dyspnoe, Eosinophilie, Erhöhte Kreatininwerte im Blut, Erschöpfung, Hyperurikämie, Hypotonie, Muskelspasmen, Palpitationen, Sehstörungen, Supraventrikuläre Extrasystolen, Synkope, Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, Verstopfung, Vertigo, Übelkeit
Selten (4) — ≥ 1/10.000 bis < 1/1.000
Erythem, Pruritus, Unwohlsein, Urtikaria
Sehr selten (3) — < 1/10.000
AV-Block 2. Grades, AV-Block 3. Grades, Sick-Sinus-Syndrom
Kontraindikationen
Bradykardie <70/min (vor Therapiebeginn), AV-Block, kardiogener Schock, SA-Block, Sick-Sinus-Syndrom, instabile Herzinsuffizienz, Kombination mit Verapamil oder Diltiazem
Wechselwirkungen
CYP3A4-Hemmer: Clarithromycin, Ketoconazol, Verapamil (Spiegel↑↑ — kontraindiziert!); Rifampicin (Spiegel↓); QT-verlängernde Mittel
Wirkungsmechanismus
Hemmt selektiv den HCN-Kanal (If-Kanal) im Sinusknoten → Schrittmacherstrom↓ → Herzfrequenz↓ ohne Inotropie oder Blutdruck-Effekt
Dosierung bei Niereninsuffizienz
keine Anpassung nötig. Aufgrund fehlender Datenlage Anwendung bei GFR<15 mit Vorsicht
Schwangerschaft & Stillzeit
Herzfrequenzsenker (If-Kanal-Hemmer). In Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert; im Tierversuch embryotoxisch und teratogen (Herzfehler, Ectrodaktylie), Übergang in die Muttermilch. Frauen im gebärfähigen Alter müssen sicher verhüten; bei erforderlicher Therapie abstillen.
Halbwertszeit
2 h (Haupt-HWZ) 11 h (effektiv)
Wirkstoffpeak (tmax)
oral (nüchtern): ca. 1 h
Fachinformation öffnen ↗ Zuletzt aktualisiert: 15.09.2026
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Quelle: Fachinformation, abrufbar über das Arzneispezialitätenregister des BASG. Wirkmechanismus und Dosierung bei Niereninsuffizienz sind redaktionelle Zusammenfassungen. Redaktion: Dr. Maximilian Raidl.